AWO fordert soziale Gestaltung der Energiewende

20 10 2012

Berlin, 18. Oktober 2012. „Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, deren Kosten gemeinschaftlich getragen werden müssen“, betont  der AWO Bundesvorsitzende anlässlich der heutigen Debatte im Bundestag zu den Energiepreisen und fordert eine „ehrliche Diskussion über die sozial gerechte Gestaltung der Energiewende.“ Die Kosten dürften nicht mehrheitlich den Bürgern aufgebürdet werden, unter denen besonders einkommensschwache Haushalte leiden würden. „Die AWO fordert einen Dreiklang an Maßnahmen, der aus einem Sozialtarif, einer Abwrackprämie für stromfressende Altgeräte und Anreizen zum Stromsparen besteht“, erklärt Stadler.

Der Sozialtarif könnte eine Grundmenge an Strom preiswert zur Verfügung stellen und den darüber hinausgehenden Verbrauch an eine progressive Preissteigerung koppeln. „Auf diese Weise schützen wir einkommensschwache Haushalte vor steigenden Strompreisen und geben zugleich Anreize zum Sparen“, erklärt Wolfgang Stadler das Modell. Wichtig sei darüber hinaus, dass die Haushalte über Beratungsleistungen zum Energiesparen sowie mittels einer Abwrackprämie für energieintensive Altgeräte zu einem energieeffizienten Lebensstil befähigt und motiviert würden. Zudem fordere die AWO vom Gesetzgeber, die Hartz-IV-Sätze endlich verfassungskonform zu gestalten und regelmäßig aktuelle Preisentwicklungen zu berücksichtigen.

In der vergangenen Woche wurde die AWO gemeinsam mit anderen Verbänden von Bundesumweltminister Altmeier zu einem Runden Tisch zum Thema Stromsparen eingeladen. In diesem Rahmen wird die AWO in den nächsten Tagen eine ausführliche schriftliche Stellungnahme mit ihren Forderungen für eine sozial gerechte Energiewende an den Minister übermitteln.

 

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Steigende Strompreise: Sozialtarif und Abwrackprämie für Stromfresser

9 10 2012

Berlin, 09. Oktober 2012. „Zum Verzicht aufzurufen, ist keine Lösung. Strom darf nicht zum Luxusgut werden“, mahnt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts des heutigen Runden Tisches des Bundesumweltministeriums zum Thema Stromsparen.

Auch wenn es richtig sei, die Menschen zum Strom sparen zu animieren, fordert Stadler: „Die Regierung darf den ständigen Strompreiserhöhungen nicht  tatenlos zusehen. Vielmehr sollten mittellose und Geringverdiener-Haushalte beim Kauf energiesparender Haushaltsgroßgeräte mit einer Art Abwrackprämie finanziell unterstützt werden“, fordert Stadler.

Schon jetzt könnten viele Haushalte ihre Stromrechnungen nicht bezahlen. „Ein Teil der Lösung kann ein Sozialtarif sein, der eine Kombination aus erschwinglichen Stromkosten und Anreizen zum Energie sparen, beinhaltet“, betont Stadler angesichts der weiteren drohenden Preissteigerung.

Ein „Sozialtarif-Modell“ könnte so aussehen, dass pro Haushaltsmitglied eine bestimmte Menge Strom kostenlos oder zu einem niedrigen Preis gewährt wird. Wird darüber hinaus mehr verbraucht, wird der Strom teurer.

 








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