BAGSO: Seniorenorganisationen fordern mehr Handlungsspielräume für die kommunale Seniorenpolitik

2 09 2014

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), unter deren Dach über 110
Verbände mit etwa 13 Mio. älteren Menschen zusammengeschlossen sind, spricht sich dafür aus, den
Kommunen mehr Handlungsspielräume in der Seniorenpolitik zu geben. „Der aktivierenden Kommune
kommt bei der Gestaltung der Altenhilfe die Gewährleistungsverantwortung zu, was nicht heißt, dass
sie die Trägerschaft für konkrete Angebote selbst übernehmen muss. Ihre vorrangige Aufgabe ist es,
zu ermöglichen, zu vernetzen, für passgenaue Angebote verschiedener Träger zu sorgen und auch
die Kontrolle und die Evaluation von Maßnahmen durchzuführen“, heißt es in einem von der BAGSO
veröffentlichten Thesenpapier. Es brauche aber auch „zusätzliche und verlässliche Mittel“ für eine
gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit. Viele ältere Menschen seien bereit, sich im Rahmen ihrer
Möglichkeiten freiwillig zu engagieren, es sei aber auch sicher, „dass sie sich nicht als Ausfallbürgen
für nicht mehr bezahlbare staatliche Aufgaben in die Pflicht nehmen lassen“.
Die Forderungen der Seniorenorganisationen stehen im Zusammenhang mit der Arbeit der Siebten
Altenberichtskommission, die ihren Abschlussbericht im Frühjahr 2015 der Bundesregierung übergeben
wird. Unter dem Titel „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung
zukunftsfähiger Gemeinschaften“ befassen sich zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit
Ende 2012 mit der Frage, „welchen Beitrag die kommunale Politik und örtliche Gemeinschaften leisten
können, um die soziale, politische und kulturelle Teilhabe und eine möglichst lange selbstständige
Lebensführung älter werdender Menschen sowie ein aktives Altern in Selbst- und Mitverantwortung
sicherzustellen“.

Das Positionspapier finden Sie unter: http://www.bagso.de.

Quelle: Pressemitteilung Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e. V.
vom 26.08.2014

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Betreuungsgeldergänzungsgesetz: Kinder haben nichts davon

13 05 2013

Berlin, 13. Mai 2013. Zur heutigen öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum so genannten Betreuungsgeldergänzungsgesetz erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Die beste Investition von Staat und Eltern in Kinder ist die Investition in frühkindliche Bildung, wie sie in jedem Kindergarten mit hoher Betreuungsqualität, tagtäglich erbracht wird. Das Betreuungsgeldergänzungsgesetz lehnt die AWO ab, weil hiermit das Fernhalten der Kinder aus der Bildungseinrichtung Kita noch höher prämiert wird, als es das Betreuungsgeld ohnehin schon tut.
Die Ergänzungsprämie nützt nur wohlhabenden Familien und der Versicherungswirtschaft. Das Argument, dass hiervon auch Hartz-IV-Bezieher profitieren können, verfängt nicht, da die Kinder- und Jugendämter weder zur Information, noch zur Unterstützung der Antragsberechtigten für den erheblichen bürokratischen Aufwand verpflichtet werden. Zudem darf bezweifelt werden, dass es sich viele Hartz-IV-Empfänger nach Auslaufen der Förderungsdauer von zwei Jahren leisten können, diese Versicherung für ihre Kinder weiter zu finanzieren. Eine Rentenversicherung, die aber über 60 Jahre brach liegt, nützt nur der Versicherungswirtschaft.
Das Betreuungsgeld hält Kinder von der Kita fern. Besonders Kinder aus fremdsprachigen und bildungsfernen Haushalten profitieren von einem Kitabesuch, da sie dort die deutsche Sprache erlernen, die ihnen später eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht. Deshalb plädiert die AWO für die Abschaffung des Betreuungsgeldes und fordert, diese Mittel in einen qualitativ hochwertigen Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren.“





Online-Pflege- und Seniorenberatung

3 04 2013

Die Arbeiterwohlfahrt bietet seit 2011 eine bundesweite und kostenlose Online-Pflege und Seniorenberatung an. Das Beratungsportal http://www.awo-pflegeberatung-online.de informiert und berät pflegende Angehörige, Pflegebedürftige, Seniorinnen und Senioren als auch weitere Interessierte rund um das Thema Pflege und Alter(n):

• Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung, Krankenversicherung,Sozialhilfe

• Pflegerische Dienstleistungsangebote

• Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung im Alter

• Sonstige Fachthemen, wie Demenz oder Vorsorge

Zwei Möglichkeiten gibt es, um auf der Internetseite Rat zu finden. Es kann eine vertrauliche Anfrage an die Beraterinnen und Berater des AWO Bundesverbandes gestellt werden. Dies erfolgt als verschlüsselte Mailberatung. Die Nachricht wird hierbei nicht als herkömmliche E-Mail verschickt, sondern nur direkt in einem individuellen Briefkasten hinterlegt. Das bietet maximale Sicherheit und Anonymität. Eine erste Reaktion auf die Anfrage erhält die ratsuchende Person innerhalb von 48 Stunden. Neben der Mailberatung gibt es auf der Internetseite einen Pflegeratgeber, der zum Thema Pflege und Alter(n) wichtige Hinweise gibt.

Ziele:

Onlineberatung ist eine wichtige Ergänzung zu anderen Beratungsangeboten. Ein wichtiger Vorteil gegenüber anderen Beratungsformen ist die Erreichbarkeit unabhängig von Ort und Zeit. So können auch Ratsuchende auf dem Lande, wo wenig oder gar keine Beratungsstellen vorhanden sind, Hilfe finden. Auch sind nicht in allen Bundesländern Pflegestützpunkte, als Pflegeberatungsangebot, etabliert. Diese Lücke kann ein Onlineberatungsangebot schließen.

Weiterhin können z.B. pflegende Angehörige, zu später Stunde, wo keine Beratungsstelle mehr geöffnet hat, ihre Sorgen und Nöte „los“ werden.

Zielgruppen:
Seniorinnen und Senioren, pflegende Angehörige und weitere Interessierte





AWO unterstützt Woche des Internets für Senioren

30 10 2012

Berlin, 29. Oktober 2012. „Mit ihrer kostenfreien Online-Beratung für Pflege und Senioren bietet die AWO auch Senioren ein einfach zu handhabendes Informationsangebot“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich der „InternetWoche“, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ausgerufen wurde. Besonders im Bereich der Altenhilfe spielen Beratungsangebote eine große Rolle, da hier dem großen Bedarf und den vielfältigen Bedürfnissen eine hohe Anzahl von Angeboten gegenübersteht. „Viele Betroffene wissen gar nicht, welche Leistungen es gibt und welche ihnen zustehen“, erklärt Döcker. Hier hilft die Online-Beratung unter www.awo-pflegeberatung-online.de weiter.

Die Zahl der über 60-jährigen Internetnutzer steigt seit einigen Jahren stark an. Im Internet nach Beratung zu suchen und E-Mails zu schreiben wird auch für diese Altersgruppen immer mehr zur Normalität. Darüber hinaus ist die Sozialgesetzgebung kompliziert, die Menschen kennen die Leistungen oft nicht, wissen nicht, wo sie Hilfe in einer Pflegesituation erhalten. Die Ratsuchenden können sich nun von dem neuen Service der AWO unterstützen lassen. „Pflege ist ein sensibles Thema. Hier schätzen Betroffene, aber auch deren Angehörige die Onlineberatung wegen ihrer Anonymität“, erklärt Döcker. Bei den Fragen gehe es meistens um ganz grundlegende Dinge, wie: Wer hilft mir weiter, wenn mein Angehöriger pflegebedürftig wird oder wie bekomme ich eine Pflegestufe?

Das Beratungsportal www.awo-pflegeberatung-online.de informiert und berät pflegende Angehörige, Pflegebedürftige und weitere Interessierte rund um das Thema Pflege und Alter(n): Leistungsansprüche aus den Sozialgesetzbüchern, Dienstleistungsangebote, Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung im Alter und sonstige Fachthemen, wie Demenz oder Vorsorge. Die Homepage bietet zwei Möglichkeiten, um Informationen zu erhalten. Zum einen können Ratsuchende direkt eine E-Mail-Anfrage an die Pflegeexperten des AWO Bundesverbandes stellen, auf die sie innerhalb von 48 Stunden eine Antwort bekommen. Zum anderen steht den Nutzern ein  Pflegeratgeber zur Verfügung, der zu häufig gestellten Fragen wie zum Beispiel „Elternunterhalt“ kurz gefasste Hinweise gibt.

Die BAGSO (www.bagso.de) veranstaltet in der Woche vom 29. Oktober bis zum 04. November die BAGSO-InternetWoche. Untern dem Motto „Wir zeigen es Euch!“ möchte die BAGSO möglichst viele Medien erreichen, damit diese das Thema Senioren im Internet aufgreifen und ihren älteren Lesern und Zuschauern näher bringen. Die AWO, die seit ist seit vielen Jahren Mitgliedsverband der BAGSO ist, beteiligt sich mit ihrem Online-Beratungsangebot für Senioren an der InternetWoche.





Kurs: Zivilcourage und aktive soziale Verantwortung

29 09 2012

AWO Bildung und Arbeit gemeinnützige GmbH bietet in den Herbstferien Kurs für Jugendliche in Höhr-Grenzhausen an

Ziel des Kurses ist ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und somit den Einsatz für Vielfalt und Toleranz zu fördern. Die Schulung soll die Wahrnehmung der Teilnehmer in Bezug auf Diskriminierung, Ausgrenzung oder Mobbing sensibilisieren, um damit die Wechselwirkung von Diskriminierung und Gewalt zu erkennen und in ihrem Lebensumfeld entgegen zu wirken. Aber auch Kommunikation und Körpersprache in „schwierigen Situationen“ werden erlernt. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmer durch Informations- und Meinungsübermittlung in Gesprächen innerhalb ihrer sozialen Netzwerke (Schule, Verein, Freundeskreis und Familie) Wertvorstellungen, Meinungen, Kenntnisse und Verhaltensmöglichkeiten verbreiten können. Dadurch soll ein Netzwerk gegen Rechtsextremismus, Diskriminierung und Intoleranz entstehen.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Höhr-Grenzhäuser Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Die Teilnehmer sollten sich für andere Menschen einsetzen, sich für ein positives Miteinander engagieren wollen und Verantwortung übernehmen können. Die Schulung startet am 08. Oktober 2012 im AWO Pavillon in Höhr-Grenzhausen und endet am 12. Oktober 2012. Durchgeführt wird der Kurs von Elke Meckel und Jürgen Schneider. Beide Mitarbeiter der AWO Bildung und Arbeit Westerwald gemeinnützige GmbH sind zertifizierte Zivilcouragetrainer.

Im Anschluss an den Kurs bietet die AWO monatliche Treffen der Teilnehmer an. Ziel dieser Treffen ist der Erfahrungsaustausch sowie die Festigung der Kennnisse und eine Besprechung von Erfolgen, Problemen und Schwierigkeiten, mit denen die Teilnehmer im Nachgang zur Schulung konfrontiert sein können.

Anmeldungen zum Kurs erfolgen unter 02626 / 9239450 oder unter elke.meckel@awo-bildung-und-arbeit.de.

Der Kurs wird veranstaltet durch die AWO Bildung und Arbeit Westerwald gemeinnützige GmbH in Kooperation mit dem AWO Ortsverein Höhr-Grenzhausen. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen gefördert.


 





Online Pflege- und Seniorenberatung bei der AWO

21 06 2012

20. Juni 2012. „Die  Online-Beratung wird weiter wachsen“, erklärt AWO Vorstandmitglied Brigitte Döcker anlässlich der gestrigen Abschlusstagung des Projekts (Online-)Pflege- und Seniorenberatung. Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt 350 Frauen und Männer für die (Online-)Pflege- und Seniorenberatung geschult. Das zentrale Ziel der Qualifizierungsmaßnahme war es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, eine hochwertige, qualitätsgesicherte und klientenzentrierte Pflege- und Seniorenberatung durchführen zu können.

„Neben der Qualifizierung der Mitarbeitenden war das Ziel des Projekts mit dem Aufbau und Betrieb der AWO Online-Pflegeberatung, eine weitere wichtige Möglichkeit der Pflegeberatung zu schaffen, die klientenzentriert, kostenlos, anonym, orts- und zeitunabhängig alle Fragen rund um das Thema Pflege und Alter beantwortet“, erklärt Döcker. Seit nun mehr einem Jahr bekommen hier Betroffene, aber auch deren Angehörige Rat zu Themen, wie: „Wer hilft mir weiter, wenn mein Angehöriger pflegebedürftig wird oder wie bekomme ich eine Pflegestufe?“. Döcker erklärt: „Damit haben wir eine Versorgungslücke in der Pflegeberatung geschlossen“. Und der Erfolg gibt der AWO Recht: „Die Online-Beratung war so erfolgreich, dass die AWO sie dauerhaft weiterbetreiben wird“, verkündet Brigitte Döcker erfreut.

Unter dem Motto „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – In der (Online-)Pflegeberatung gibt es immer etwas zu tun“, wurden am gestrigen Veranstaltungstag neben einem Rückblick zum Projekt vor allem aktuelle und zukünftige Entwicklungen der (Online) Pflegeberatung thematisiert. Natürlich wurde auch die im Projekt entstandene Online-Pflege-und Seniorenberatungsplattform (www.awo-pflegeberatung-online.de) vorgestellt. Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds – Förderrichtlinie Rückenwind.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Projekt finden Sie unter: www.awo-opus.de





50 Jahre Anwerbeabkommen – AWO unterstützte „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ von Anfang an

29 10 2011

Berlin, 29. Oktober 2011. „Das Anwerbeabkommen löste einen dynamischen Gesellschaftsprozess hin zu einer bunteren Gesellschaft aus, wie es damals wohl niemand erwartet hätte“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens der Bundesrepublik Deutschland mit der Türkei am 30. Oktober 2011. Die Bundesrepublik transformierte sich damit von einem engen Nationalstaat hin zu einer Einwanderungsgesellschaft. „Das veränderte auch die AWO“, betont Döcker.
So habe die AWO bereits im Juli 1962 den ersten türkischen Sozialberater eingestellt und das erste „Türk Danış –Büro“ eröffnet. Von diesem Zeitpunkt an, war die Arbeiterwohlfahrt der so genannte zuständige Betreuungsverband für türkische Staatsangehörige. Innerverbandlich war es ein langer Weg von der früher vorherrschenden paternalistischen Fürsorgehaltung hin zum gegenwärtigen Leitbild einer „Sozialen Arbeit in einer Einwanderungsgesellschaft“, die mittlerweile das Selbstverständnis der AWO prägt.
„Heute sind aus der Türkei stammende Großeltern, ihre hier geborenen Kinder und ihre Enkelkinder selbstverständliche Kunden unserer Kindergärten und die Zahl der aus der Türkei stammenden Senioren in unseren Altenhilfeeinrichtungen nimmt kontinuierlich zu“, zeigt sich Döcker erfreut. Das gelte ebenso für die Beschäftigten. „Erzieherinnen und Pflegekräfte mit türkischen Wurzeln gehören bei uns schon lange zur Normalität“, betont Döcker.
An die Politik appelliert Döcker, sich noch aktiver für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft aller in Deutschland lebenden Bürger einzusetzen.
Deshalb fordert die AWO:

  •  Voraussetzungslose doppelte Staatsangehörigkeit für alle diejenigen, die seit der Anwerbung 1961 bis zum Anwerbestopp 1973 in die Bundesrepublik einreisten. Dies wäre eine tatsächliche rechtliche Würdigung der Lebensleistung dieser vormaligen „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“.
  • Streichung der Optionspflicht und Zulassung der doppelten Staatsangehörigkeit für in Deutschland geborene Kinder und Jugendliche.
  • Volle rechtliche Umsetzung des Rechtsrahmens, wie er sich aus dem Assoziationsabkommen zwischen der EU und der Republik Türkei ergibt. Nach dessen Vorgaben sind viele rechtliche Regelungen des aktuellen Zuwanderungsgesetzes auf türkische Staatsangehörige nicht anwendbar. Dazu gehören die Visumspflicht, der Familiennachzug und die Verpflichtung zur Teilnahme an Integrationskursen







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