„Wo Leichte Sprache drauf steht, soll auch Leichte Sprache drin sein!“

7 08 2013

Das Netzwerk Leichte Sprache ist jetzt ein Verein

Berlin, 07. August 2013. Seit August 2013 ist das Netzwerk Leichte Sprache ein Verein. 27 Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten haben den Verein gegründet. Sie vertreten große und kleine Organisationen aus ganz Deutschland und Österreich. Sie alle setzen sich schon lange für Leichte Sprache ein. Seit sieben Jahren arbeiten sie als Netzwerk Leichte Sprache zusammen. In dieser Zeit hat das Netzwerk die Regeln für Leichte Sprache entwickelt. Diese Regeln stehen jetzt auch im Ratgeber für Leichte Sprache vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Der AWO Bundesverband ist Gründungsmitglied und wurde mit zwei Vertretern in den Vorstand gewählt. AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker begrüßt die Gründung des Vereins: „Leichte Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Teilhabechancen von Menschen mit Leseschwierigkeiten in unserer Gesellschaft zu verbessern. Es ist wichtig, die Leichte Sprache in Deutschland zu verbreiten. Vielerorts sind die Standards für Leichte Sprache noch nicht bekannt. Aus diesem Grund unterstützt der AWO Bundesverband den Verein, der sich dafür einsetzt, die Qualitätsstandards für Leichte Sprache zu sichern und weiter zu entwickeln.“

Maria Hütter (Caritas Augsburg) Vorstandsmitglied des neu gegründeten Vereins erklärt: „Es gibt immer mehr Büros für Leichte Sprache. Aber nicht alle halten sich an die Regeln. Qualität ist uns wichtig: Wo Leichte Sprache drauf steht, soll auch Leichte Sprache drin sein. Das bedeutet zum Beispiel: Alle Texte müssen von Menschen mit Lernschwierigkeiten geprüft werden.“ Der Verein Netzwerk Leichte Sprache arbeitet inklusiv: Menschen mit und ohne Lern-Schwierigkeiten
arbeiten gleichberechtigt zusammen. Das gilt auch für die Vorstandsarbeit.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Verein Netzwerk Leichte Sprache:
Gisela Holtz
Telefon:  0251-9879687
E-Mail info@leichtesprache.org,
Internet www.leichtesprache.org.

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Kinderschutz wird endlich ernst genommen

15 12 2011

„Mit der Einigung im Vermittlungsausschuss ist ein entscheidender Schritt getan, um den Einsatz von Familienhebammen nachhaltig zu sichern und so vor allem Kleinkinder von Beginn an vor Vernachlässigung, Verwahrlosung, Gewalt und Missbrauch zu schützen“, so AWO Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler. „Bundestag und Bundesrat müssen nun die vereinbarte Regelung in ihren morgigen Sitzungen zügig verabschieden, damit diese ab dem 1.1.2012 wie geplant in Kraft treten kann“, fordert der AWO Bundesvorsitzende.

Der Bund und die Länder hatten sich im Vermittlungsausschuss vom 14.12.2011 auf eine verlässliche Finanzierung der Bundesinitiative Familienhebammen und des Netzwerks Frühe Hilfen geeinigt: Für die Unterstützung junger Familien in schwierigen Lebenslagen stehen demnach in 2012 und 2013 30 bzw. 45 Millionen Euro zur Verfügung, ab 2014 dauerhaft 51 Millionen Euro zur Verfügung. „Im nächsten Schritt müssen ergänzende Regelungen im Bereich des Gesundheitswesens in Angriff genommen werden“ so Stadler, denn gelingender Kinderschutz sei nur in gemeinsamer Verantwortung aller Beteiligter denkbar und „liegt nicht nur in der Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe“.





AWO begrüßt geplantes Kinderschutzgesetz

27 09 2011

Berlin, 27. September 2011. „Das geplante Gesetz bietet vor allem jungen Eltern viele Chancen“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die beabsichtigte Einführung eines Bundeskinderschutzgesetzes. „Doch leider fehlt Eltern im bisherigen Entwurf ein Rechtsanspruch auf Frühe Hilfen“, kritisiert Stadler. Zudem fordert er, dass sich auch das Bundesgesundheitsministerium in den laufenden Gesetzgebungsprozess einbringen müsse: „Eine gelingende Umsetzung ist ohne das Gesundheitssystem nicht denkbar.“

Mit dem Gesetz sollen rechtliche Grundlagen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens und für den besseren Schutz von Kindern vor Missbrauch und Verwahrlosung geschaffen werden. Problematisch könne aber die Finanzierung des Gesetzes werden, denn die soll bei den notorisch klammen Kommunen liegen. „Bund und Länder müssen finanzielle Verantwortung übernehmen, um die Kommunen nicht weiter zu überfordern“, betont Stadler. So müsse zum Beispiel noch geklärt werden, wie „die verbindliche Zusammenarbeit in Netzwerken Früher Hilfen finanziell und personell unterlegt und abgesichert wer­den soll“, betont Stadler abschließend.








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