Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe sind notwendige Investition in die Zukunft

23 01 2015

Berlin, 23. Januar 2015. „Eine gute Kita kann Kindern das bieten, was sie zu Hause eventuell nicht bekommen können“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Diese stiegen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 35,5 Milliarden Euro, wobei der größte Teil auf die Kindertagesbetreuung entfiel. „Hier schlagen die Kosten für den quantitativen Betreuungsausbau zu Buche. Jetzt gilt es auch die Qualität der Angebote zu verbessern. Wie gut ein Kind betreut wird, darf aber nicht von der Finanzlage der Kommune abhängen. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung die Einführung eines Gesetzes, dass eine hohe Betreuungsqualität sicherstellt“, erklärt Stadler. Eine weitere Kostensteigerung in diesem Bereich sei damit unvermeidlich, deshalb fordert Stadler, eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den Betriebskosten der Kindertagesstätten.
Verlässliche Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit seien insgesamt ein unverzichtbarer Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens. Ihre vielfältigen Angebote der außerschulischen Bildung und Förderung sind für junge Menschen wichtig. Gerade angesichts der Tatsache, dass in der Bundesrepublik Bildungserfolg sehr stark von der Herkunft abhängt, kann beispielsweise Jugendarbeit dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. „Jugendarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für Bildungserfolg besonders von benachteiligten Kindern.“
Die Statistik verdeutliche prägnant, dass die von der Gesellschaft erwünschte präventive Arbeit durch Angebote der Kinder- und Jugendarbeit großen Nachholbedarf hat. „Diesen Umstand scheinen viele Kommunen vergessen zu haben, ansonsten ließe sich die vielfach vorhandene Unterfinanzierung bzw. Schließung von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht erklären.“ Diese Entwicklung täuscht über die aufgewendeten 1,7 Milliarden Euro hinweg.
Die Steigerungsraten im Bereich der Hilfen zur Erziehung seien „vorrangig ein Spiegel steigender Armutsbelastungen von Familien, aber auch der erhöhten Aufmerksamkeit der Gesellschaft für das Wohlergehen von Kindern“, ist sich Stadler sicher und fordert: „Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule und dem Gesundheitsbereich muss dringend verbessert werden.“ Das erzeuge zwar weitere Ausgaben, doch müsse sich die Gesellschaft die Zukunft unserer Kinder etwas kosten lassen.





AWO Westerwald bietet Zivilcouragetraining für Multiplikatoren in der Jugendarbeit an

18 08 2014

Help! Gemeinsam stark
help! gemeinsam stark

Am 19.09.2014 startet die AWO Bildung und Arbeit Westerwald gemeinnützige GmbH in Höhr-Grenzhausen mit dem kostenlosen Zivilcouragetraining „Help! Gemeinsam stark“ für interessierte Erwachsene in der Kinder- und Jugendarbeit. Die Teilnehmer sollten bereit sein, ihr erworbenes Wissen und Können bei ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen weiterzugeben, um so für ein positives, couragiertes Miteinander zu sorgen.
Im Rahmen der drei zweitägigen Blockveranstaltungen beleuchten zertifizierte Trainer den hohen Stellenwert von Softskills als Basis für soziales und verantwortungsvolles Verhalten. Weiterhin lernen die Teilnehmer, die Persönlichkeitsentwicklung der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen aktiv zu unterstützen, Vorurteilen entgegenzuwirken und Beweggründe (unterschwelligen) Fehlverhaltens zu analysieren. Sie werden sensibilisiert, frühzeitig Diskriminierung, Ausgrenzung oder Mobbing wahrzunehmen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Zudem stehen Übungen zum Erweitern von Handlungsstrategien zur Gewaltvermeidung und -minderung auf dem Programm. Thorsten Siefert, Geschäftsführer der AWO Bildung und Arbeit Westerwald gemeinnützige GmbH: „Ziel des Projektes ist es, insgesamt für mehr Zivilcourage unter unseren Kindern und Jugendlichen zu sorgen und ihnen Impulse für ein gutes Leben zu geben.“ „Aber das kann nur gelingen, wenn all jene, die Kinder und Jugendliche leiten und begleiten, lehren und erziehen, trainieren oder aus- und weiterbilden gemeinsam an dem berühmten ‚Strang‘ ziehen. Unsere Kinder sind unsere Zukunft, wir müssen sie stärken und ermutigen, anderen zu helfen, sich für andere einzusetzen“, so Siefert weiter.
Die Multiplikatorenschulung „Help! Gemeinsam stark“ findet am 19./20.09., 10./11.10. und 14./15.11.2014 im AWO-Pavillon, Parkstraße 8 in Höhr-Grenzhausen statt. Sie wird im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ in Kooperation mit dem AWO Ortsverein Höhr-Grenzhausen und der Verbandsgemeinde Höhr- Grenzhausen gefördert.

Förderer Toleranz fördern

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Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe – Kitas unterstützen Kinder

30 01 2013

Berlin, 25. Januar 2013. „Eine gute Kita kann Kindern das bieten, was sie zu Hause eventuell nicht bekommen können“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Diese stiegen 2011 auf 30,5 Milliarden Euro, wobei der größte Teil auf die Kindertagesbetreuung entfiel. „Es gibt einen immensen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen, der leider vielerorts noch lange nicht gedeckt ist. Das zeigt, wie wichtig die Einführung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung ab August 2013 ist“, betont Stadler. Eine weitere Kostensteigerung in diesem Bereich sei damit unvermeidlich.

„Der Rechtsanspruch muss eins zu eins und ohne Abstriche an der Qualität der Betreuung umgesetzt werden“, fordert Stadler. Besonders in Westdeutschland fehle es noch immer an Betreuungsangeboten für die Kleinsten. „Eltern benötigen eine qualitativ gute, wohnortnahe und bedarfsgerechte Kinderbetreuung“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende. Nur so könne Familienpolitik erfolgreich gestaltet werden. Es läge im ureigensten Interesse der Städte und Gemeinden, ihr Ausbautempo zu forcieren.

„Die Steigerungsraten im Bereich der Hilfen zur Erziehung sind vorrangig ein Spiegel steigender Armutsbelastungen von Familien, aber auch der erhöhten Aufmerksamkeit der Gesellschaft für das Wohlergehen von Kindern“, ist sich Stadler sicher und fordert: „Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule und dem Gesundheitsbereich muss dringend verbessert werden.“ Das erzeuge zwar Kosten, doch müsse sich die Gesellschaft die Zukunft unserer Kinder etwas kosten lassen.








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