AWO International startet Nothilfe in Bosnien

21 05 2014

Fast ein Jahr nach dem verheerenden Hochwasser in Deutschland haben sintflutartige Regenfälle in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien zu den schlimmsten Überschwemmungen seit 120 Jahren geführt. Mehr als eine Million Menschen sind vom Hochwasser betroffen, mindestens 40 sind gestorben. Ganze Landstriche sind überflutet, zahlreiche Dörfer und Städte von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende Menschen müssen evakuiert werden.

AWO International hat umgehend 10.000 Euro aus dem Nothilfefonds zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit der  Terra Tech (Mitgliedsorganisation von Aktion Deutschland Hilft) und der lokalen Organisation Humanost unterstützt AWO International die Hilfsmaßnahmen in den Gemeinden Zenica, Zavidovici, Žepce, Maglaj und den im Einzugsgebiet liegenden Bergdörfern in Zentralbosnien. Die Betroffenen erhalten Hygieneartikel, Desinfektionsmittel und Lebensmittel. Heute beginnen die Aufräum- und Säuberungsarbeiten, um dem Ausbruch von Seuchen vorzubeugen und den Wiederaufbau der lokalen Infrastruktur vorzubereiten. Mit der AG Auslandshilfe des AWO Bezirksverbands Oberbayern sind zudem Hilfsmaßnahmen in den Städten Doboj und in Sanski Most geplant.

AWO International ruft zu Spenden für die Betroffenen des Hochwassers auf dem Balkan auf.

Spendenkonto AWO International:

Stichwort „Balkan-Hilfe“
Spendenkonto 10 11 12
BLZ 100 205 00 – Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00          BIC: BFSWDE33BER

AWO International e. V.
Heinrich-Albertz-Haus
Blücherstr. 62/63
10961 Berlin
Telefon: +49 (0)30 25 292 771
Telefax: +49 (0)30 25 292 571
E-Mail: newsletter [at] awointernational [dot] de
Internet: www.awointernational.de





Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen gestartet

8 03 2013

Berlin. „Das kostenlose Hilfetelefon für gewaltbetroffene Frauen ist eine große Errungenschaft und wir hoffen, dass damit Frauen erreicht werden können, die bisher die Hilfemöglichkeiten von Frauenhäusern oder von Fachberatungsstellen nicht nutzen konnten“, begrüßt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler den heutigen Start des „Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betrieben wird.

Das Hilfetelefon bietet sowohl Betroffenen als auch indirekt betroffenen Personen und Fachkräften erstmals die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe und Partnerschaft, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung sowie Stalking, Zwangsprostitution oder Genitalverstümmelung – Beraterinnen stehen betroffenen Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite. „Damit diese Frauen bei Bedarf aber auch Unterstützung vor Ort erhalten können, brauchen wir neben dem Hilfetelefon einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für alle betroffenen Frauen und deren Kinder. Ein solches Bundesgesetz muss auch die bedarfsgerechte Finanzierung der Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sicherstellen“, fordert der AWO Bundesvorsitzende.

Das Hilfetelefon ist unter der Rufnummer 08000 116 016 erreichbar und bietet Information, Erstberatung und leitet auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter. Der Anruf und die Beratung sind kostenlos. Mithilfe von Dolmetscherinnen ist eine Beratung in vielen Sprachen möglich.

Auf www.hilfetelefon.de können Frauen auch über eine gesicherte, anonyme und barrierefreie Online-Verbindung Kontakt zu den Beraterinnen aufnehmen. Über die Website gibt es auch einen Zugang zu einer Gebärdendolmetschung.





Sondermeldung: Ein Jahr AWO Online-Pflegeberatung – Anonyme und kostenfreie Hilfe

31 05 2012

Berlin, 31. Mai 2012. „Onlineberatung ist gefragt“, zeigt sich AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker zufrieden mit dem ersten Jahr der kostenfreien Onlineberatung für Pflege und Senioren und erklärt: „Pflege ist ein sensibles Thema. Hier schätzen Betroffene, aber auch deren Angehörige von denen 70 Prozent aller Anfragen kommen, die Onlineberatung für ihre Anonymität“, erklärt Döcker. Dabei geht es meistens um ganz grundlegende Fragen, wie: „Wer hilft mir weiter, wenn mein Angehöriger pflegebedürftig wird oder wie bekomme ich eine Pflegestufe?“, erklärt Döcker.

Leider ist die Pflegebedürftigkeit ein Thema, das viele Menschen so lange verdrängen, bis es zu spät ist. Dadurch ist der allgemeine Wissensstand bei vielen gering. Die Pflegeberatung hilft den Rastsuchenden sich im Leistungsdschungel zurechtzufinden. „Viele Betroffene wissen gar nicht, was ihnen zusteht“, erklärt Döcker. Hier hilft die Onlineberatung unter www.awo-pflegeberatung-online.de weiter.

Das Beratungsportal informiert und berät pflegende Angehörige, Pflegebedürftige und weitere Interessierte rund um das Thema Pflege und Alter(n): Leistungsansprüche aus den Sozialgesetzbüchern, Dienstleistungsangebote, Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung im Alter und sonstige Fachthemen, wie Demenz oder Vorsorge. Die Homepage bietet zwei Möglichkeiten, um Informationen zu erhalten. Zum einen können Ratsuchende direkt eine E-Mail-Anfrage an die Pflegeexperten des AWO Bundesverbandes stellen, auf die sie innerhalb von 48 Stunden eine Antwort bekommen. Zum anderen steht den Nutzern ein  Pflegeratgeber zur Verfügung, der zu häufig gestellten Fragen wie zum Beispiel „Elternunterhalt“ kurz gefasste Hinweise gibt.

Mehr Infos unter www.awo-pflegeberatung-online.de





Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe steigen durch gesellschaftlichen Wandel

19 01 2012

Berlin, 18. Januar 2012. „Das sind Investitionen in die Zukunft“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die 28,9 Milliarden, die die öffentliche Hand nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 für die Kinder- und Jugendhilfe ausgab. „Die Ausgabensteigerung um 7,4 Prozent spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider. Sie zeigt zum einen, dass der Bedarf an Kinderbetreuung gestiegen ist und zum zweiten, dass die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die in schwierigen Lebensverhältnissen groß werden, leider stetig wächst “, erklärt Stadler.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (62 Prozent) entfiel mit rund 17,8 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, Nach Abzug der Einnahmen entspricht das einer Steigerung um 11,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Eltern wollen und brauchen eine wohnortnahe und qualitativ gute Kinderbetreuung“, betont Stadler. Hier sind noch weiter steigende Kosten denkbar, wenn ab August 2013 der Rechtsanspruch für die Betreuung von Kindern ab einem Jahr gilt. „Es liegt im ureigensten Interesse der Städte und Gemeinden, ihr Ausbautempo zu forcieren. Kinderfreundlichkeit wird zum Standortfaktor“, ist sich Stadler sicher.

Die Gründe für den, in den letzten Jahren stetig gestiegenen Bedarf an Erziehungshilfen sind vielseitig. Immer mehr Kinder wachsen heutzutage in einer Atmosphäre von Arbeitslosigkeit, Armut oder Gewalt auf. So wundert es nicht, dass gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26 Prozent) der Kinder- und Jugendhilfe – und damit insgesamt mehr als 7,5 Milliarden Euro – für Hilfen zur Erziehung ausgegeben werden. „Hilfen zur Erziehung sind von enormer Bedeutung für die soziale Entwicklung der betroffenen Kinder. Jeder Euro, der rechtzeitig und qualitativ ausreichend in Kinder und Jugendliche investiert wird, kann später vielfach eingespart werden“, betont Stadler und fügt hinzu: „Kinder sind unsere Zukunft. Ihr Wohl muss im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Handelns stehen“, betont Stadler.





AWO „Alltagshelfer“: Immer für Sie da!

29 11 2011



Sie fahren zur Kur, müssen ins Krankenhaus, haben Beschwerden während der Schwangerschaft oder Sie sind krank und Ihre Kinder müssen versorgt werden. Dabei können wir Sie gerne unterstützen – und das zu günstigen Sätzen.

– Sie machen eine Umschulung und benötigen eine Aufsicht für Ihre Kinder?

– Sie suchen eine Tagesmutti?

– Hauswirtschaftliche Leistungen: Wir unterstützen Sie in Ihrem Haushalt, z.B. Reinigen der Wohnung, waschen, bügeln Ihrer Wäsche, Zubereitung Ihres Essens, usw.

– Sie benötigen Hilfe beim Einkauf, eine Begleitung zum Arzt?

– Während Ihrer Abwesenheit versorgen wir Ihr Haus, Blumen und Ihre Haustiere

– Sanfte Begleitung durch den Alltag

– Anleitung zur Körperpflege

– Einhalten von Terminen

– Verhinderungspflege

– Festlegung mittelfristiger bzw. langfristiger Ziele z. B. Herstellen der Selbstständigkeit.

Die Hilfe zur Selbsthilfe soll dabei im Vordergrund stehen. Eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse ist möglich!

Unsere Hilfe für Ihren Alltag – weitere Informationen finden Sie hier

Unsere Ansprechpartnerin berät Sie gerne:

Frau

Inge Bast

Haus der AWO

Jahnstraße 9

56422 Wirges

Telefon: 02602 / 60288

Telefax: 02602 / 60839

inge.bast@awo-westerwald.de





AWO fordert für Frauen Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt

24 11 2011

Berlin, 24. November 2011.
„Gewalt an Frauen darf niemals und nirgendwo geduldet werden“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“, der sich am 25. November zum 30. Mal jährt. Deshalb so Stadler: „benötigen Frauen einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe bei Gewalt.“ In der Bekämpfung von Gewalt an Frauen sind Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen unverzichtbar. Da die Frauenhausfinanzierung aber keine gesetzliche Pflicht ist, sind die Einrichtungen von Kürzungen oder sogar Schließungen durch die Länder oder Kommunen bedroht. „Frauenhäuser müssen zukünftig bundesweit einheitlich finanziert werden“, fordert Stadler.
Die Gewalt gegen Frauen und Kinder stellt eine erschreckend häufige Form der Gewalt dar. Nach Schätzungen der UNO ist weltweit jede dritte Frau einmal im Leben dieser Form der Menschenrechtsverletzung ausgesetzt. Auch in Deutschland hätten rund 25 Prozent der Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren schon mindestens einmal Gewalt in ihrer Beziehung erlebt. „Gewalt verletzt und zerstört die Würde, das Selbstwertgefühl, die sozialen Beziehungen sowie die Lebens- und Arbeitsperspektiven“, erklärt Stadler. Betroffen sind immer auch die Kinder. „Kein Kind sollte in einer gewaltbelasteten Situation aufwachsen“, betont Stadler. Um betroffenen Frauen und deren Kindern zu helfen, betreibt die AWO seit mehr als 30 Jahren Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen. „Damit wollen wir die Frauen dabei unterstützen, ihrer von Gewalt geprägten häuslichen Situation zu entkommen und Perspektiven für ein gewaltfreies Leben aufzubauen“, erklärt Stadler.
Frauenhäuser dienen dazu, Frauen und ihren Kindern im Falle von häuslicher Gewalt Hilfe, Beratung und vorübergehend eine geschützte Unterkunft anzubieten. Um allen betroffenen Frauen und deren Kinder möglichst schnell und unbürokratisch helfen zu können, fordert die AWO einen Rechtanspruch auf Schutz und Hilfe bei Gewalt, der unabhängig von Einkommen, Aufenthaltsstatus, Alter, Behinderung und Wohnort ist.





Kinderschutzgesetz mit Mängeln

27 10 2011

Berlin, 27. Oktober 2011. „Flächendeckend Frühe Hilfen schon im Zeitraum der Schwangerschaft und in der ersten Lebensphase als Anspruch einzuführen, ist absolut richtig“, betont  der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der heutigen Bundestagsabstimmung über das Kinderschutzgesetz. Darüber hinaus begrüßt Stadler, dass der Bund die Länder zumindest in Bezug auf die Familienhebammen dauerhaft finanziell unterstützen möchte. Doch das Gesetz hat Schwachpunkte. So fehle der individuelle Rechtsanspruch auf Frühe Hilfen im Jugendhilfebereich. Und der Forderung des Bundesrates, Frühe Hilfen als „gemeinsame Aufgabe sowohl der Kinder- und Jugendhilfe, als auch des Gesundheitsbereichs“ im Gesetz zu verankern, wurde von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums mit Schweigen begegnet. „Das ist ein lähmender Strukturfehler, erklärt Stadler, denn „Kindeswohl und Kindesgesundheit gehören zusammen.“

Im Interesse der besonders belasteten Familien wäre es notwendig, dass Frauenkliniken, Geburtsstationen und Haus- und Kinderärzte so früh wie möglich genauso Hilfeleistungen erbringen müssen, wie es von den Jugendämtern verlangt wird. Doch durch seine Verweigerungshaltung trägt das Bundesgesundheitsministerium die Verantwortung für einen Strukturfehler, der  sich im Einzelfall lebensgefährdend auf die Gesundheit von betroffenen Kindern auswirken kann. „Hier muss dringend nachgebessert werden“, fordert Stadler. Zudem müssten Krankenkassen gesetzlich verpflichtet werden, regelmäßige Präventionsleistungen, wie zum Beispiel eine Verlängerung der Hebammenleistungen auf sechs Monate zu übernehmen. Im Interesse der Schwächsten und damit im Interesse für die Gesellschaft. Denn: „wer früh hilft, hilft besser – und viel billiger obendrein“, erklärt Stadler.








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