Zertifikat für Vereinbarkeit von Familie und Beruf für AWO Bundesverband

26 06 2013

Berlin, 26. Juni 2013. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe, die von der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder geleitet wurde, erhielt heute der AWO Bundesverband das ihm sehr wichtige Zertifikat zum audit „berufundfamilie“. „Der AWO Bundesverband will damit seinen Beitrag dafür leisten, dass sich die Rahmenbedingungen für Familien in unserer Gesellschaft verbessern“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die Motivation an dem Prozess der Auditierung teilzunehmen. „Immer mehr Beschäftigte legen Wert darauf, genügend Zeit für ihre Familien zu haben“, ist Stadler überzeugt.

Dem Zertifikat vorangegangen war eine umfassende Begutachtung der Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die der AWO Bundesverband bereits erfolgreich praktiziert. „Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit den Beschäftigten der Geschäftsstelle Ziele und Maßnahmen identifiziert, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Stadler. Ein zentrales Element ist dabei die Flexibilisierung der Arbeitszeit, verbunden mit mehr Möglichkeiten der Selbstbestimmung für die Familien.

Mit der in diesem Zusammenhang geschlossenen Zielvereinbarung möchte der AWO Bundesverband die Vielfalt der Familienformen anerkennen und Leistungen wertschätzen, die im familiären Umfeld erbracht werden. „Wir möchten uns aber auch als Arbeitgeber präsentieren, der für Frauen und Männer mit familiären Fürsorgeaufgaben attraktiv ist“, so Stadler, denn vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklungen und des damit verbundenen Fachkräftemangels liege in einer familienbewussten Personalpolitik ein erhebliches Aktivierungs- und Mitarbeiterbindungspotenzial.

 

Der AWO Kreisverband Westerwald gratuliert ganz herzlich!





Sozialberufe sind kein Auffangbecken

11 06 2012

Berlin. „Es ist vollkommen richtig und schon längst überfällig, dass sich die Bundesregierung um die Schlecker-Frauen kümmert“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts des neuesten Vorschlags aus dem Bundesarbeitsministerium, fügt aber hinzu: „Die Erziehung von kleinen Kindern und die Pflege hilfsbedürftiger Menschen eignen sich aber weder für arbeitsmarktpolitische Zwangsmaßnahmen noch dafür, ungelernte Kräfte einzusetzen. Die dringend notwendige gesellschaftliche Aufwertung dieser sozialen Berufe wird mit solchen Maßnahmen nicht erreicht – ganz im Gegenteil“, gibt Stadler zu bedenken und ergänzt: „Sozialberufe dürfen nicht zu Auffangbecken werden.“

„Die AWO begrüßt es grundsätzlich, wenn Frauen und Männer ohne Zwang verstärkt auf die sinnstiftenden, aber auch verantwortungs- und anspruchsvollen Berufsfelder im Kita- und Altenpflegebereich aufmerksam gemacht werden“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende. „Qualifizierte und menschlich zugewandte Kinderbetreuung und Altenpflege – dass kann aber nicht jeder“, so Stadler. Denn die Anforderungen an die Mitarbeitenden würden höher und dazu benötige man gutbezahlte und hochmotivierte Fachkräfte. „Schnelle und billige Lösungen sind das grundsätzlich falsche Signal und können nicht die Fehler jahrzehntelanger falscher Ausbildungspolitik wieder gut machen“, betont Stadler.

Die Ausbildung zur Erzieherin dürfe nicht durch kurzfristige politische Fehlentscheidungen aufgeweicht werden. Umschulungen seien zwar generell kein falsches Instrument, man dürfe die Kitas damit aber nicht überfordern. „Für die Integration und Qualifizierung fachfremder Arbeitskräfte brauchen die Kitas durchdachte Konzepte“, erklärt Stadler. Zudem dürften zusätzliche Kräfte, solange sie noch ungelernt sind, nicht auf den Personalschlüssel angerechnet werden.

Auch in den Pflegeberufen sind die Anforderungen in den letzten Jahren enorm gestiegen: Auf der eine Seite  durch Arbeitsverdichtung und immer mehr Koordinations- und Steuerungsaufgaben, auf der anderen Seite durch die sich ändernden medizinischen und pflegerischen Bedarfe, angesichts  Demenz, Multimorbidität und die steigenden Anforderungen an die Betreuung. „Deshalb brauchen wir in der Pflege vor allem mehr gut qualifizierte Fachkräfte und weniger noch mehr angelernte Hilfskräfte, die schon jetzt 50 Prozent und mehr der Arbeitenden in der Pflege ausmachen“, betont der AWO Bundesvorsitzende abschließend.





AWO-Umfrage: Große Mehrheit gegen Betreuungsgeld

4 06 2012

Aktuelle Umfrage des AWO Sozialbarometers

Berlin, 04. Juni 2012. „Das ist zwar keine Überraschung, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler das Ergebnis des neuesten AWO Sozialbarometers*, in dem sich 59 Prozent der 1.000 Befragten gegen die Einführung des Betreuungsgeldes aussprechen. Nur ein gutes Drittel (36 Prozent) befürwortet die Prämie. Dagegen sind vor allem die unter 30-Jährigen und Ostdeutsche.

Interessanterweise stößt das Betreuungsgeld bei der Altersgruppe der 18-29-Jährigen auf die größte Ablehnung (61 Prozent) aller Altersgruppen. „Die Jugend will eine moderne Familienpolitik, die es ihnen ermöglicht, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und nicht das Betreuungsgeld“, betont Stadler.

Auch zwischen Berufstätigen und Nicht-Berufstätigen gibt es unterschiedliche Ansichten. Während 64 Prozent aller Berufstätigen gegen das Betreuungsgeld sind, lehnen es nur 51 Prozent aller Nicht-Berufstätigen ab. „Hier liegt die Vermutung nahe, dass einige Nicht-Berufstätige gar nicht wissen, dass viele von ihnen die Prämie für ihre Kinder nicht bekommen sollen“, erklärt sich Stadler das Ergebnis. Des Weiteren zeigt die Auswertung einen Zusammenhang zwischen Haushaltseinkommen und Gesetzesablehnung. Die Ablehnung steigt mit dem  verfügbaren Einkommen.

Im Osten Deutschlands, wo die Betreuung von Kindern in Kindergärten sehr viel verbreiteter ist als im Westen, stößt das Gesetz ebenfalls auf breite Ablehnung. So befürworten nur 28 Prozent der Ostdeutschen das Betreuungsgeld, wohingegen es 65 Prozent nicht wollen. „Das Betreuungsgeld raubt Kindern Chancengleichheit, ist bildungs- und integrationshemmend und wird von der Bevölkerung abgelehnt. Das Geld sollte stattdessen für den Kita-Ausbau verwendet werden. Nur dort kommt es bei denen an, die es wirklich benötigen“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende abschließend.

Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org

*Die AWO fragte 1.000 Menschen: Die Bundesregierung plant, allen Eltern, die ihre Kinder zwischen ein und drei Jahren zuhause betreuen und keinen Platz in einer Krippe oder Kindertagesstätte in Anspruch nehmen, ein monatliches Betreuungsgeld von 150 Euro zu zahlen. Sind Sie für oder gegen die Einführung des Betreuungsgeldes? Die Studie wurde von TNS-Infratest durchgeführt. Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org





Kommunen und Freie Träger leisten gemeinsam gute Integrationsarbeit

9 05 2012

Zwei bundesweite Studien untersuchen aktuell die kommunale Integrationspolitik in der Bundesrepublik und vermitteln dabei ein einseitiges Bild. „Unstrittig“, so AWO Bundesvorstandsmitglied Brigitte Döcker, „ist die politische Bedeutung und Gestaltungskraft der Kommunen.“ Leider werde die Rolle und Funktion der Freien Träger in beiden Studien jedoch nur am Rande erwähnt. „Dies überrascht umso mehr, weil Öffentliche und Freie Träger seit Jahrzehnten Integrationsarbeit vor Ort leisten“, unterstreicht Döcker.

Angebote der AWO in Kindertagesstätten, in Jugendfreizeiteinrichtungen, in  Jugendberufshilfemaßnahmen oder in Senioreneinrichtungen werden selbstverständlich von Menschen mit Migrationshintergrund angenommen. „Die Kommunen wissen, dass sie sich auf die soziale Gestaltungskraft der AWO und der anderen Freien Träger verlassen können“, betont Döcker. Es wäre von daher gut und hilfreich, wenn dies nicht nur vor Ort, sondern auch darüber hinaus bekannt wäre. Denn nur so könnten Defizite in der Wahrnehmung sozialer Arbeit für Migranten vermieden werden. „Und nur so können wir – Kommunen und Freie Träger Hand in Hand – für eine angemessene Integrationsarbeit vor Ort sorgen“, so AWO Vorstand Brigitte Döcker.





AWO begrüßt neue Perspektiven für Tagesmütter durch das Bundesfamilienministerium

25 04 2012

Berlin, 25. April. „Das ist ein wichtiger Schritt“, begrüßte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, die bekannt gewordenen Pläne des Bundesfamilienministeriums, zukünftig alle Träger finanziell zu unterstützen, die Tagesmütter oder –väter fest einstellen. „Gerade als Arbeiterwohlfahrt haben wir sehr positive Erfahrungen damit gemacht. Insbesondere die fachliche Begleitung und Beratung sind für die Betroffenen eine gute Alternative zur Selbstständigkeit. Das  gesamte Arbeitsfeld Kindertagespflege wird dadurch aufgewertet“, betont Stadler.

„Unser Ziele sind es zum einen, Tagesmüttern und –vätern eine Berufs- und Weiterqualifizierungsperspektive zum Beispiel für den Erzieherberuf zu ermöglichen und zum anderen, das familiennahe Angebot der Kindertagespflege quantitativ und qualitativ auszubauen“, erklärt Stadler. Nach den Ministeriumsplänen erhalten Arbeitgeber, die Tagesmütter oder –väter fest einstellen, ein Jahr lang bis zu 50 Prozent des Arbeitgeberbruttos vom Staat erstattet. Die Voraussetzung hierfür ist, neben der Schaffung eines neuen Betreuungsplatzes, die Weiterbeschäftigung um mindestens ein weiteres Jahr ohne staatlichen Zuschuss. „Damit wird der Gleichrangigkeit von Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen, die bereits seit gesetzlich 2005 festgeschrieben ist, wieder ein Stück näher gekommen“, erklärt Stadler abschließend.





Ablehnung der Frauenquote unverständlich

2 12 2011

Berlin, 02. Dezember 2011. „Nur eine gesetzliche Quote, deren Nichteinhaltung sanktioniert werden kann, bringt Unternehmen dazu, sich verstärkt um Frauen in Führungspositionen zu bemühen“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die heutige Ablehnung der Anträge der Grünen und der SPD im Bundestag. Beide forderten die Einführung einer verbindlichen Quote von Frauen in Führungspositionen in Höhe von 40 Prozent, was die Mitglieder der Regierungskoalition aber ablehnten. Unverständlich, wie Stadler findet, denn: „Vereinbarungen, die auf Freiwilligkeit basieren, haben bisher leider keine nennenswerten Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung gebracht.“

Auch wenn eine Quote kein Allheilmittel sei, bringe sie doch eine klare Zielvorgabe, deren Erreichung regelmäßig überprüft werden könnte. Eine Quote zwinge  Arbeitgeber dazu, ihre Arbeitsbedingungen für Frauen attraktiver zu gestalten. „Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wäre das ein riesiger Fortschritt“, ist Stadler sicher. Erfahrungen aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Norwegen hätten gezeigt, dass erst eine verbindliche Quote mit entsprechenden Sanktionen Wirkung zeige. Dort wären die Kritiker mittlerweile verstummt.





Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation ungenügend

4 11 2011

Berlin, 04. November 2011. „Das Gesetz bringt keine wirklichen Fortschritte, nach wie vor werden die Potentiale vieler Menschen ungenutzt bleiben“, kritisiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen durch den Bundesrat. „Damit wird eine wichtige Möglichkeit zur Anerkennung und somit zur Gewinnung von Fachkräften vertan“, erklärt Döcker.

Dafür hätten beispielsweise bundesweit zentrale Beratungsstellen für die Betroffenen eingerichtet werden müssen, die diese durch das bürokratische Dickicht führen könnten. Darüber hinaus fehle eine Regelung zur Finanzierung von notwendigen Anpassungsqualifikationen, die sich viele Betroffene selbst nicht leisten könnten. Da das System der deutschen Berufsausbildung in vielen Ländern unbekannt sei, hätte man zudem Regelungen finden müssen, um nichtformale bzw. nicht zertifizierbare Qualifikationen anerkennen  zu können. „In seiner jetzigen Form wird das Gesetz seine erwünschte Wirkung nicht entfalten können“, erklärt Döcker.





Zu wenig Zeit für Familien

28 10 2011

Berlin, 28.10.2011. „Das Ergebnis überrascht nicht“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der heutigen Vorstellung der Eckpunkte des 8. Familienberichts „Zeit für Familie. Familienzeitpolitik als Chance einer nachhaltigen Familienpolitik“, in der festgestellt wird, dass Familien in Deutschland unter mangelnder Zeit leiden. „Bisher fehlt es vor allem an Sensibilität, aber auch an Wissen zum Thema Zeitkonflikte, unter denen besonders Familien mit Kindern, aber auch Familien mit zu pflegenden Angehörige leiden“, betont Stadler und fügt hinzu: „Eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit und Familien war insoweit längst überfällig.“

„Familien müssen noch viel stärker als bisher dabei unterstützt werden, Familie, Pflege und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Dafür benötigen sie bezogen auf Zeit mehr Handlungssouveränität“, fordert Stadler. „Zudem ist  vor allem der Ausbau einer qualifizierten und wohnortnahen Kinderbetreuung, sowohl im KiTa-, als auch im Schulbereich Grundlage für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, betont Stadler.





Gesetz zur Familienpflegzeit enttäuscht

20 10 2011

Berlin, 20. Oktober 2011. „Das Ziel, Beruf und Pflege für viele Menschen miteinander vereinbaren zu können, wird damit verfehlt“, kritisiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker das heute vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Familienpflegezeit. Der AWO-Bundesverband hat den Prozess der Gesetzentstehung bis heute kritisch begleitet und seine Verantwortung als Sozialverband wahrgenommen auf Schwachstellen hinzuweisen und Optimierungsvorschläge einzubringen. „Die Bundesregierung hat jedoch unsere Bedenken wie auch Vorschläge, die wir mit vielen anderen Verbänden, Organisationen und Experten teilen, weitestgehend ignoriert. Doch ohne einen gesetzlichen Rechtsanspruch wird die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Familienpflegezeit für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  ins Leere laufen“, fürchtet Döcker und erklärt weiter: „Das Gesetz enttäuscht. Es bietet pflegenden Angehörigen nicht die notwendigen Leistungen und Rechte, um die gesamtgesellschaftlich so wichtige Verantwortung der Angehörigenpflege zu übernehmen. Und dabei verdienen Angehörige deutlich mehr Entgegenkommen des Staates, denn ohne ihre Bereitschaft zur Pflegeübernahme würde Pflege und Betreuung den Staat und das Solidarsystem an seine finanziellen Grenzen bringen.

Den Kernpunkt des Gesetzes, dass Berufstätige für maximal zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf wöchentlich 15 Stunden reduzieren können, lehnt Döcker als nicht zielführend ab: „Niemand weiß, wie lange ein Angehöriger Pflege benötigt“, betont Döcker. Unabhängig von dem fehlenden Rechtsanspruch fehlt auch das Rückkehrrecht auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Als weiteren Kritikpunkt sieht Döcker, dass Beschäftigte die so genannte Ausfallversicherung selber übernehmen müssen. Diese soll das Risiko für die Arbeitgeber minimieren, falls Arbeitnehmer nach der Familienpflegezeit nicht mehr zum Arbeitsplatz zurückkehren können (z.B. aus gesundheitlichen Gründen). Bei allem Verständnis dafür, dass auch Arbeitgeber durch das Gesetz zur Familienpflegezeit nicht über Gebühr belastet werden, hätte die Regierung doch zumindest eine Balance zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen herstellen sollen. Die jetzigen Regelungen lassen eine solche Balance vermissen. „Was die Betroffenen wirklich benötigten, ist ein „selbstbestimmter Anspruch auf Beratung, kurzfristige Freistellungsmöglichkeiten ohne Lohnverlust und einen Anspruch auf Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, um die eigene Gesundheit zu erhalten und nicht zuletzt eine ambulante Betreuungsstruktur, die überhaupt erst ermöglicht, dass pflegende Angehörige erwerbstätig bleiben können“, fasst Döcker die AWO-Forderungen zusammen.

Die Angehörigenpflege ist der größte „Pflegedienst“ Deutschlands. Rund 1,6 Millionen Menschen werden derzeit zu Hause durch Angehörige gepflegt. 40 Prozent der pflegenden Personen sind erwerbstätig. Das Positionspapier der AWO zum aktuellen Gesetz finden Sie unter:
http://www.awo.org/standpunkte-und-positionen/pflege.html





Vereinbarkeit von Familie und Beruf dringend verbessern

14 09 2011

Berlin, 14. September 2011. „Wenn zwei Drittel aller Eltern der Meinung sind, dass sich Familie und Beruf in Deutschland nicht gut miteinander vereinbaren lassen, zeigt dass, das die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor den Bedürfnissen der Familien nicht entsprechen“, stellt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der heutigen Vorstellung des „Monitors Familienleben 2011“ durch die Bundesfamilienministerin fest. 72 Prozent der Bundesbürger hat nach den vorgestellten Ergebnissen die Erwartung an die Familienpolitik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. „Grundlage dafür ist vor allem der Ausbau einer qualifizierten und wohnortnahen Kinderbetreuung“, betont Stadler.

Die bisherigen familienpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung wie zum Beispiel das Elterngeld oder der Ausbau der Kinderförderungsangebote tragen zwar zu einer verbesserten Situation für Familien bei, reichen aber offensichtlich nicht aus.

„Familien leisten viel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb müssen sie unterstützt werden“, erklärt Stadler.  Dabei sei es besonders wichtig, dass die familienpolitischen Maßnahmen aufeinander abgestimmt seien und die Bedürfnisse der Familien im Auge behalten. „Familien benötigen Handlungssouveränität, ganz besonders in Bezug auf ihre Zeit“, betont Stadler.








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