AWO tritt neu gegründeten Bündnis für Altenpflege bei

26 03 2013

AWO tritt dem neu gegründeten Bündnis zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Altenpflege bei. Dieses Bündnis wurde in der vergangenen Woche in Kassel im Anschluss an eine Großveranstaltung mit dem Titel „Das Ende der Altenpflegeausbildung- Auswirkungen einer generalistischen Ausbildung auf Beschäftigte und ältere Menschen“,  zu der mehr als 500 Teilnehmer nach Kassel gekommen waren, gegründet.

 

Das Bündnis spricht sich gegen ein generalistisches Ausbildungsmodell und für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Altenpflegeausbildung aus. Auf der Grundlage des Mitte März gefassten AWO-Beschlusses, der ebenfalls den Erhalt und die Weiterentwicklung der Altenpflegeausbildung fordert, ist die AWO dem neuen Bündnis als Mitglied beigetreten.

 

Die Internetseite informiert über das Anliegen des Bündnisses und bietet die Möglichkeit sich selber einzubringen.





AWO unterzeichnet Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive für Pflegebereich

14 12 2012

Berlin, 13. Dezember 2012. „Die Pflege muss zukunftsfest gemacht werden. Deshalb setzt sich die AWO für die „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ ein, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich der heutigen Unterzeichnung der Initiative des Bundesfamilienministeriums. „Mit der Offensive werden einige langjährige Forderungen der AWO, wie zum Beispiel die Wiedereinführung der dreijährigen Förderung der Umschulung durch die Bundesagentur für Arbeit umgesetzt“, betont Döcker.

Mit der Offensive machen rund 30 starke Partner aus Bund, Ländern und Verbänden den Weg frei zum ersten bundesweiten Ausbildungspakt für den Bereich der Altenpflege. Dieser Ausbildungspakt für den Bereich der Altenpflege stellt sich den Herausforderungen für das Ausbildungs-, Berufs- und Beschäftigungsfeld und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Altenpflege.  „Nun müssen sich alle Beteiligten in einem gemeinsamen Kraftakt an die Umsetzung der Offensive machen, nur so kann eine qualitativ hochwertige Pflege auch für die Zukunft sichergestellt werden“, betont Döcker.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren. Frauen und Jugend.





Pflegenotstand darf Ausbildungsqualität nicht schwächen

20 11 2012

Berlin. „Der für die Zukunft prognostizierte Pflegenotstand ist in weiten Teilen Deutschlands bereits Realität“, kommentiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich einer am Wochenende publik gewordenen Studie der Bertelsmann-Stiftung. „Der Personalnotstand kann unter anderem mit einer kostenfreien Ausbildung, die zudem attraktiv vergütet wird, abgeschwächt werden“, ist Döcker überzeugt. Die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgeschlagene Absenkung der Ausbildungszeit von drei auf zwei Jahre sieht Döcker dagegen skeptisch: „Unter Beachtung der derzeitigen Überschüsse sollte die BA die Ausbildungszeit nicht verkürzen und die Kosten für das dritte Umschulungsjahr auch noch über 2015 hinaus gewährleisten. Qualität muss vor Quantität gehen.“

Um den Personalnotstand abzuschwächen, wird ein Bündel von Maßnahmen notwendig sein, wie zum Beispiel die Einführung einer bundesweit einheitlichen und verpflichtenden Umlage zur Finanzierung der Ausbildung, was nachweislich zu höheren Bewerberzahlen führt, bessere Arbeitszeitmodelle, betriebliche Gesundheitsförderung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wer die Zahl der Ausbildungsplätze im Pflegebereich begrenzt, handelt unverantwortlich“, kommentiert Döcker das Verhalten einiger Bundesländer und ergänzt: „In vielen Regionen kann dem Pflegenotstand noch gegengesteuert werden. Aber es muss jetzt gehandelt werden.“ Die Gründe warum Menschen einen Pflegeberuf ablehnen oder ihn frühzeitig wieder verlassen, seien seit langem bekannt. Hierzu zählen u.a. massiver Zeitdruck, Personalknappheit, mit der Folge von Überlastungen für den Einzelnen, ein permanent steigendes Maß an Administration und Bürokratie zulasten der direkten pflegerischen Sorgearbeit, unattraktive Arbeitszeitmodelle, geringe Entlohnung und ein geringes gesellschaftliches Ansehen. „Pflegende müssen wieder zufriedener mit ihrem Beruf sein können. Das wäre die beste Werbung für den Beruf“, betont Döcker.





Integration macht nur geringe Fortschritte

13 01 2012

 

Berlin, 12. Januar 2012. „Die Fortschritte sind zu gering. Menschen ausländischer Herkunft haben auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt noch viel zu häufig das Nachsehen“, kommentiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die Ergebnisse des 2. Integrationsberichtes, den die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer heute vorstellte. „Für eine erfolgreiche Integrationspolitik benötigen wir Maßnahmen, die aufeinander abgestimmt sind. Die Bundesregierung kann nicht kritisieren, dass zu wenige Eltern mit Migrationshintergrund ihre Kinder in einer Krippe betreuen lassen und gleichzeitig ein Betreuungsgeld einführen, was genau das Gegenteil bewirken soll“, kritisiert Döcker.

 

Besonderen Handlungsbedarf weist der Bericht im Bildungsbereich nach. Auch wenn die Schulabbrecher-Quote der Jugendlichen mit Migrationshintergrund leicht gesunken sei, blieben noch zu viele junge Menschen ohne Schulabschluss. „Nach wie vor gelingt es dem Bildungssystem nicht, die Fähigkeiten der Einwandererkinder zu stärken. Ein Bildungsabschluss ist aber von immenser Bedeutung, da er erwiesenermaßen das Armutsrisiko um ein Vielfaches reduziert“, betont Döcker. Das Ziel der Bundesländer, die Zahl der Schulabbrecher bis 2012 zu halbieren, wurde damit deutlich verfehlt. „Einfach vor den Zahlen zu kapitulieren, ist keine Lösung. Hier muss dringend gegengesteuert werden“, betont Döcker und fügt abschließend hinzu: „Eine erfolgreiche Integrationspolitik ist eine Schlüsselaufgabe für den Staat und für die gesamte Gesellschaft.“





AWO fordert neue Bleiberechtsregelung – 25. Jahrestag Tag des Flüchtlings

29 09 2011

Berlin, 29. September 2011. „Seit Jahren geduldete Flüchtlinge in Deutschland benötigen eine gesicherte Aufenthaltsperspektive“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich des Tages des Flüchtlings am 30. September. „Deshalb fordern wir eine stichtagsunabhängige Bleiberechtsregelung für die rund 87.000 in Deutschland lebenden Flüchtlinge, die nicht mehr in ihre Heimatländer zurückkehren können“, erklärt Döcker. Zudem appelliert die AWO an die Bundesregierung, im Gedenken an die vielen im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge, die Einrichtung eines gemeinsamen europäischen Schutzsystems mit aller Kraft voranzutreiben.

Die unzumutbare Situation der in Deutschland lebenden, geduldeten Flüchtlinge – 53.000 Menschen leben seit mehr als sechs Jahre hier – diskutierten Experten auf der gestern abgeschlossenen dreitägigen AWO Fachtagung „Bleiberecht – Wer darf bleiben? Wer muss gehen?“. „Die Menschen oft über etliche Jahre hinweg zu völliger Passivität zu verdammen, ist unmenschlich. Deshalb benötigen wir eine neue stichtagsunabhängige Bleiberechtsregelung“, fasst Döcker die einstimmige Meinung der Tagungsteilnehmer zusammen und erklärt: „Die geltenden gesetzlichen Beschränkungen für Geduldete sind weder unter humanitären Aspekten, noch  volkswirtschaftlich betrachtet zumutbar oder sinnvoll. Den Menschen muss es möglich sein, einer Ausbildung oder Beschäftigung nachzugehen, damit sie ein selbstbestimmtes Lebens führen können“, betont Döcker. Die inzwischen geschaffene Bleiberechtsregelung für gut integrierte Jugendliche, sei –  trotz noch vieler offener Fragen –  ein erster Schritt in die richtige Richtung.

 








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