AWO fordert für Frauen Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt

24 11 2011

Berlin, 24. November 2011.
„Gewalt an Frauen darf niemals und nirgendwo geduldet werden“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“, der sich am 25. November zum 30. Mal jährt. Deshalb so Stadler: „benötigen Frauen einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe bei Gewalt.“ In der Bekämpfung von Gewalt an Frauen sind Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen unverzichtbar. Da die Frauenhausfinanzierung aber keine gesetzliche Pflicht ist, sind die Einrichtungen von Kürzungen oder sogar Schließungen durch die Länder oder Kommunen bedroht. „Frauenhäuser müssen zukünftig bundesweit einheitlich finanziert werden“, fordert Stadler.
Die Gewalt gegen Frauen und Kinder stellt eine erschreckend häufige Form der Gewalt dar. Nach Schätzungen der UNO ist weltweit jede dritte Frau einmal im Leben dieser Form der Menschenrechtsverletzung ausgesetzt. Auch in Deutschland hätten rund 25 Prozent der Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren schon mindestens einmal Gewalt in ihrer Beziehung erlebt. „Gewalt verletzt und zerstört die Würde, das Selbstwertgefühl, die sozialen Beziehungen sowie die Lebens- und Arbeitsperspektiven“, erklärt Stadler. Betroffen sind immer auch die Kinder. „Kein Kind sollte in einer gewaltbelasteten Situation aufwachsen“, betont Stadler. Um betroffenen Frauen und deren Kindern zu helfen, betreibt die AWO seit mehr als 30 Jahren Frauenhäuser und Frauenunterstützungseinrichtungen. „Damit wollen wir die Frauen dabei unterstützen, ihrer von Gewalt geprägten häuslichen Situation zu entkommen und Perspektiven für ein gewaltfreies Leben aufzubauen“, erklärt Stadler.
Frauenhäuser dienen dazu, Frauen und ihren Kindern im Falle von häuslicher Gewalt Hilfe, Beratung und vorübergehend eine geschützte Unterkunft anzubieten. Um allen betroffenen Frauen und deren Kinder möglichst schnell und unbürokratisch helfen zu können, fordert die AWO einen Rechtanspruch auf Schutz und Hilfe bei Gewalt, der unabhängig von Einkommen, Aufenthaltsstatus, Alter, Behinderung und Wohnort ist.





Migranten benötigen Chancengleichheit

17 10 2011

Berlin, 17. Oktober 2011. „Menschen mit Migrationshintergrund müssen die gleichen Rechte und Chancen eingeräumt werden“, fordert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Migrant (26 Prozent) von Armut bedroht ist. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, liegt das Armutsrisiko von Migranten mehr als doppelt so hoch, wie das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. „Nur eine Gleichstellung bietet ihnen die Möglichkeit, der Armut zu entkommen“.

 

„So zum Beispiel müssen Menschen mit Migrationshintergrund gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben dürfen“, betont Döcker. Deshalb würde neben der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse eine abgestimmte,  effektive und berufsbezogene Förderung Einzelner benötigt. Als weitere wichtige Maßnahme fordert Döcker die Abschaffung der so genannten Optionspflicht für eingebürgerte Jugendliche mit doppelter Staatsbürgerschaft. Dagegen lehnt sie das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld als „absolut kontraproduktiv“ ab: „Alle Kinder müssen unabhängig vom Aufenthaltsstatus eine kostenlose frühkindliche und schulische Förderung erhalten.“

 








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