Komfortabel in die besten Jahre: Tipps für große und kleine Umbauten

29 10 2014

Nur ein bis zwei Prozent der Wohnungen und Wohnhäuser in Deutschland sind barrierearm. Dabei führen viele normale Alterserscheinungen früher oder später zu Einschränkungen, die den Alltag erschweren. Dann wird die Türschwelle zur Stolperfalle oder das Bad zu eng, ein Fenstergriff ist kaum noch erreichbar oder die Klingel nicht mehr zu hören. Wer früh an solche möglichen Entwicklungen denkt und Umbauten entsprechend plant, erhöht den Wohnkomfort und seine Chance, lange in den eigenen vier Wänden zu leben. Der neue Ratgeber „Clever umbauen – Komfortabel in die besten Jahre“ der Verbraucherzentrale NRW zeigt, worauf dabei zu achten ist.
Das Buch hilft dem Leser, Barrieren in den eigenen Wohnräumen zu erkennen und einzuschätzen, ob sie sich abbauen lassen. Der Eingang wird dabei ebenso unter die Lupe genommen wie Treppenhaus, Keller, Bad und Küche. Vorschläge für Umbauten aller Art bis hin zur Veränderung des Grundrisses stehen Informationen über nötige Genehmigungen und kompetente Planungshelfer zur Seite. Auch die Förderung durch Zuschüsse, Kredite und Steuererleichterungen wird erklärt.
Der Ratgeber kostet 19,90 Euro und ist in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand wird er auch nach Hause geliefert.

Bestellmöglichkeiten:
Online-Shop: http://www.vz-ratgeber.de, Telefon: 0211/3809-555, E-Mail: ratgeber@vz-nrw.de, Fax: 0211/3809-235, Post: Versandservice der Verbraucherzentralen, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf.

Quelle: AWO Bundesverband





Grundsicherung im Alter: AWO fordert Rentenniveau anheben

23 10 2013

 

Berlin, 22. Oktober 2013. „Wir brauchen dringend eine Anhebung des Rentenniveaus“, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zur Grundsicherung im Alter. Demnach stieg die Zahl der Empfänger im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent. Fast eine halbe Million Ältere sind auf das Sozialamt angewiesen. Dazu komme, dass sehr viele Menschen, die eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung im Alter hätten, diesen Anspruch nicht wahrnehmen*. Die einzige Möglichkeit, diese Entwicklung zu stoppen, sieht Stadler in einer Rentenreform, in deren Mittelpunkt die Anhebung des Rentenniveaus steht: „Ohne eine Rentenreform droht in paar Jahren Millionen Rentnern der Gang zum Sozialamt.“

Seit 2003 steigt die Zahl der Grundsicherungsempfänger kontinuierlich. Da die Renten seit Jahren rapide sinken, sei besonders die zukünftige Entwicklung besorgniserregend. „Die Rentenentwicklung muss auf den Prüfstand. Auch die Kürzungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel dürfen dabei kein Tabu sein“, betont Stadler. Rentner hatten in den letzten Jahren horrende Kaufkraftverluste, seit 2004 um rund zwölf Prozent im Westen und rund acht Prozent im Osten. Zudem müssten sich künftige Rentnergenerationen auf immer niedrigere Renten einstellen. Grund dafür sei die anhaltende Niedriglohnpolitik, die Ausweitung atypischer Beschäftigung sowie die Abkehr vom Prinzip der Lebensleistungssicherung der Gesetzlichen Rentenversicherung. Unter dieser  Entwicklung leiden auch die öffentlichen Haushalte, denn die Grundsicherung im Alter ist steuerfinanziert.

Irene Becker: Finanzielle Mindestsicherung und Bedürftigkeit im Alter, in: Zeitschrift für Sozialreform 2/2012; Böcklerimpuls 13/2012, S. 2., demnach nehmen knapp 70 Prozent der  Berechtigten die Leistung nicht in Anspruch.





Wohnen im Alter – im Alter zu Hause leben

22 10 2013
im Alter Wohnen

Von links Frau Gläser Generationenbeauftragte VG Montabaur / rechts Lothar Elsner AWO Montabaur

Der Ortsverein Montabaur der AWO hatte in die Bürgerhalle der Stadt Montabaur eingeladen um mit Fachleuten zu dem Thema “ WOHNEN IM ALTER – IM ALTER ZU HAUSE LEBEN“ Antworten darauf zu finden. Lothar Elsner Vorsitzender des Ortsverein Montabaur begrüßte die Zahlreichen Zuhörer, darunter den 2. Beigeordneten der Stadt Montabaur. Laut Statistik Leben in Montabaur 3394 Personen das sind 23,7% der Bevölkerung von Montabaur die älter sind als 60 Jahre. Im Jahre 2040 wird jeder dritte älter als 60 Jahre sein. Der Demografische Wandel schlägt voll durch. Dieser Wandel wird uns in den nächsten Jahrzehnten vor große Herausforderung stellen, so Elsner. Die Generationenbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur (VBG) schilderte in Ihrem Vortrag, dass Sie Anlaufstelle, Beratung und Verbindungsstelle für Junge und ältere Bürger wie auch Vereine in der VBG ist. Sie sieht Ihre Arbeit auch darin das Sie die Gemeinden berät das ältere Personen weiter in Ihrer Umgebung bleiben. Natürlich muss das Umfeld stimmen, hier sind die örtlichen Gemeinden gefordert! Frau Leber Wohnberaterin vom Seniorenbüro die “ Brücke“ des Rhein – Lahnkreises wies auf die Bedeutung von Hausgemeinschaften, Mehrgenerationen Häuser, Spontane Entstehung von Siedlungsgemeinschaften hin. Die Wohnungen für ältere Menschen sollten so gestaltet werden, dass Ihre Bewohner möglichst lange selbstbestimmt und eigenständig zu Hause leben können. Es sollten Formen entstehen wo Jung alt unterstützt, wie auch umgekehrt der Fall ist. In Zukunft müssen beispielweise mehr altersgerechter barrierefreien Wohnraum und Wohnumfeld, in dem die Dinge des täglichen Lebens gut zu erreichen sind, geschaffen werden! Hier sind die Kumunen gefordert die Rahmenbedingungen so zu erstellen dass das Leben zu Hause so lange wie möglich ist, so Frau Leber.

Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich dass das Thema: Wohnen im Alter- im Alter zu Hause Leben sehr Brisant ist. Wohnprojekte sind Keimzellen bürgerschaftlichen Engagements, die mit Ihren kreativen Ideen ein neues Denken fördern. Ein Wohnprojekt kann Impulse der gesellschaftlichen Veränderung in den Städten und Orten geben und der Ort wie Stadt kann Impulse geben, die im Gemeinschaftlichen Wohnen münden, die sagte Elsner zum Schluss der Veranstaltung.




Online-Pflege- und Seniorenberatung

3 04 2013

Die Arbeiterwohlfahrt bietet seit 2011 eine bundesweite und kostenlose Online-Pflege und Seniorenberatung an. Das Beratungsportal http://www.awo-pflegeberatung-online.de informiert und berät pflegende Angehörige, Pflegebedürftige, Seniorinnen und Senioren als auch weitere Interessierte rund um das Thema Pflege und Alter(n):

• Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung, Krankenversicherung,Sozialhilfe

• Pflegerische Dienstleistungsangebote

• Möglichkeiten der aktiven Lebensgestaltung im Alter

• Sonstige Fachthemen, wie Demenz oder Vorsorge

Zwei Möglichkeiten gibt es, um auf der Internetseite Rat zu finden. Es kann eine vertrauliche Anfrage an die Beraterinnen und Berater des AWO Bundesverbandes gestellt werden. Dies erfolgt als verschlüsselte Mailberatung. Die Nachricht wird hierbei nicht als herkömmliche E-Mail verschickt, sondern nur direkt in einem individuellen Briefkasten hinterlegt. Das bietet maximale Sicherheit und Anonymität. Eine erste Reaktion auf die Anfrage erhält die ratsuchende Person innerhalb von 48 Stunden. Neben der Mailberatung gibt es auf der Internetseite einen Pflegeratgeber, der zum Thema Pflege und Alter(n) wichtige Hinweise gibt.

Ziele:

Onlineberatung ist eine wichtige Ergänzung zu anderen Beratungsangeboten. Ein wichtiger Vorteil gegenüber anderen Beratungsformen ist die Erreichbarkeit unabhängig von Ort und Zeit. So können auch Ratsuchende auf dem Lande, wo wenig oder gar keine Beratungsstellen vorhanden sind, Hilfe finden. Auch sind nicht in allen Bundesländern Pflegestützpunkte, als Pflegeberatungsangebot, etabliert. Diese Lücke kann ein Onlineberatungsangebot schließen.

Weiterhin können z.B. pflegende Angehörige, zu später Stunde, wo keine Beratungsstelle mehr geöffnet hat, ihre Sorgen und Nöte „los“ werden.

Zielgruppen:
Seniorinnen und Senioren, pflegende Angehörige und weitere Interessierte





Antragsverfahren auf gesetzliche Leistungen für Menschen, die pflegebedürftig oder chronisch krank sind

27 03 2013

Bundesregierung stellt Projektergebnisse vor

Das Projekt der Bundesregierung zur Ermittlung und Dokumentation des Erfüllungsaufwands im Bereich Pflege und von „Antragsverfahren auf gesetzliche Leistungen für Menschen, die pflegebedürftig oder chronisch krank sind“ ist abgeschlossen. Staatsminister Eckart von Klaeden präsentierte alsKoordinator der Bundesregierung für Bürokratieabbau die Ergebnisse der Öffentlichkeit. Ziel des Projekts war es, Vereinfachungsmaßnahmen im Antragsverfahren bei Kranken- und Pflegekassen und Potenziale für einen Bürokratieabbau zu identifizieren.

Zusammenfassend wurden in dem vom Statistischen Bundesamt durchgeführten Projekt u. a. folgende Verbesserungspotenziale festgestellt:

·         die Einführung einheitlicher, kassenübergreifender Antragsformulare, die übersichtlich und leicht verständlich sind,

·         klare Informationen über Zuständigkeiten, Fristenregelungen sowie

·         qualifizierte Beratung über Leistungs- und Antragsmöglichkeiten sowie Ablehnungs- oder Bewilligungsgründe.

Es bleibt nun abzuwarten, was mit den Ergebnissen passiert.

Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zur Veröffentlichung der Projektergebnisse: Alter und Pflege

Quelle: Infoservice des AWO Bundesverbandes e.V.





AWO lehnt Pläne der EU-Kommission zur Erhöhung des Renteneintrittsalters ab

20 02 2012

Berlin, 16. Februar 2012. „Dass die steigende Lebenserwartung für die Sozialsysteme nicht ohne Folgen bleibt, ist klar“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die Zukunftspläne der EU-Kommission zur Zukunft der Rente, die heute vorgestellt werden. „Es ist es aber hochgradig ungerecht, dass den heutigen und zukünftigen Rentnern von der Politik stets vermittelt wird, das sie nur ein Kostenfaktor seien – ein zu hoher noch dazu“, kritisiert Stadler.

Die Kommission fordert die EU-Staaten auf, das Rentenalter an die Lebenserwartung zu koppeln und damit das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Ein solcher Vorschlag greife aber zu kurz, denn die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben. Stadler empfiehlt, genauer nach Deutschland zu schauen und auch die negativen Auswirkungen der Anhebung des Rentenalters in den Blick zu nehmen. Nötig ist ein Arbeitsmarkt, der Älteren auch nach Arbeitsplatzverlust Perspektiven für einen Wiedereinstieg bietet. „Wer über 50 ist, hat keine Chance mehr auf einen neuen Job. Für ältere Arbeitslose bedeutet eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine zum Teil drastische Rentenkürzung“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende.

Stadler begrüßt aber die Pläne der EU-Kommission, Gelder aus dem EU-Sozialfonds dafür zu nutzen, ältere Menschen länger ins Arbeitsleben einzubinden. „Diese Mittel sollten dazu verwandt werden,  alters- und alternsgerechtere Arbeitsplätze, betriebliche Gesundheitsprävention und Weiterbildung zu unterstützen“, fordert Stadler.





7,5 Millionen Menschen auf staatliche Leistungen angewiesen

29 11 2011

Berlin, 29. November 2011. „Der Rückgang ist auf jeden Fall sehr erfreulich“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Angaben zu Empfängern von Leistungen der sozialen Mindestsicherung. „Doch wir können uns nicht damit zufrieden geben, dass trotz der sehr guten wirtschaftlichen Ausgangslage 7,5 Millionen Bürger auf die finanzielle Hilfe des Staates angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu sichern“, betont Stadler und fügt hinzu: „Es ist absolut möglich, die Zahl der Betroffenen noch viel stärker zu senken. Was wir dafür benötigen, ist die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, die Eindämmung des Minijobsektors, die Rentenversicherungspflicht für alle bisherigen Minijobs,  und die Rücknahme der Kürzungen bei der Arbeitsförderung im Zuge der Arbeitsmarktreform.

Zur staatlichen Mindestsicherung gehören vor allem die Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz-IV) und die Grundsicherung im Alter. Von Altersarmut werden zukünftig immer mehr Menschen betroffen sein. „Wer heute schon kein ausreichendes Einkommen hat, wird später von seiner Rente nicht leben können“, erklärt Stadler. So zum Beispiel gebe es immer mehr Minijobber. Für sie gelte eine freiwillige Rentenabgabe. „Das reicht nicht. Wir benötigen eine Rentenversicherungspflicht für alle Minijobber. Nur so können alle Beschäftigten für ihr Alter vorsorgen“, betont Stadler und erklärt: „Altersarmut ist eine zwangsläufige Folge dieser Beschäftigungsverhältnisse.“ Auch das in der letzten Woche beschlossene Gesetz zur Arbeitsmarktreform verhindere, dass sich noch mehr Menschen aus ihrer Hartz-IV-Abhängigkeit befreien können.








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