AWO stärkt Personalbindung und Fachkräftesicherung

4 11 2013

Berlin, 4. November 2013. „Als Arbeitgeber ist die Zufriedenheit unseres Personals auch zentral, um dem Fachkräftemangel in sozialen Berufen aktiv entgegen zu wirken“, betont AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich der heute in Berlin stattfindenden Fachtagung „So wertvoll wie nie zuvor – Personalbindung und Fachkräftesicherung in der AWO“. Klar ist: Nur wenn wir selbst die Herausforderungen annehmen, die der demographische Wandel für die Einrichtungen in der Altenpflege und in den Kindertageseinrichtungen mit sich bringt, können wir glaubhaft für die Verbesserungen der Rahmenbedingungen ‑ wie beispielsweise einer Bezahlung nach Tarif ‑ in den Arbeitsfelder und zur Imageverbesserung der Berufe eintreten. Deshalb steht für Döcker „die Bindung des eigenen Personals und die Gewinnung neuer Mitarbeiter für die AWO im Vordergrund“. Um Potentiale vor Ort zu nutzen, sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die bereits in Deutschland leben.

Auf der zweitägigen Veranstaltung in den Räumen des Berliner Tagesspiegels treffen sich Geschäftsführungen, Einrichtungsleitungen und Fachreferenten/innen aus den Landes-, Bezirks- und Kreisverbänden der AWO. Ziel ist es sich sowohl über bestehende Aktivitäten als auch über die zukünftige Strategien in den Themen „Betriebliches Gesundheitswesen“, „Nachwuchsförderung und neue Zielgruppen für Soziale Berufe“ sowie „Lebenszyklische Personalentwicklung“ auszutauschen. Von besonderem Interesse für die Teilnehmenden ist das Thema „Führung – Schlüssel für die Personalbindung“. Diesen wichtigen Aspekt hat im Frühjahr erst wieder der diesjährige Gallup Engagement Index* verdeutlicht. Er führt die Ursachen für geringe emotionale Mitarbeiterbindung in der Regel auf Defizite in der Personalbindung zurück, wobei der direkte Vorgesetzte häufig die Hauptrolle spiele.

Die Fachtagung ist das Ergebnis der bundesweiten Vernetzung von AWO-Projekten, die von den ESF-Programmen „rückenwind“, „gleichstellen“ und „weiter bilden“ gefördert werden und wurden. Bislang waren unter anderem Instrumente zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Berufstätigkeit, ein Leitfaden zur Dienstplangestaltung, Potentialanalysen zur Nachwuchsförderung oder Ansätze zur Berufsorientierung auf Soziale Berufe, die in diesen AWO-Projekten entstanden sind, oft nur regional bekannt. Das rückenwind-Verbundprojekt „Lernnetzwerk Personalbindungskonzepte in der stationären Altenpflege des AWO Bundesverbandes veranstaltet die Fachtagung und möchte als Ziel diese Konzepte und Instrumente AWO-weit sichtbar und anwendbar machen.

*http://www.gallup.com/strategicconsulting/158162/gallup-engagement-index.aspx

Advertisements

Aktionen

Information




%d Bloggern gefällt das: