AWO unterstützt Forderungen von Transparency Deutschland nach mehr Transparenz

13 08 2013

Berlin, 13. August 2013. „Wir unterstützen die Forderung der Antikorruptionsorganisation Transparency International (T.I.) Deutschland, dass die Prüfungen in Pflegeeinrichtungen zur Schaffung größerer Transparenz über die Leistungen und die Qualität besser koordiniert, verzahnt und auf einander abgestimmt werden müssen“, so AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker anlässlich der heute in Berlin von Transparency Deutschland vorgestellten Studie zu Transparenzmängeln und Kontrolldefiziten im Bereich Pflege und Betreuung.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) setzt sich seit langem für mehr Transparenz in der Pflege für die Verbraucher ein. So hat die AWO bereits 2006 gemeinsam mit den in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtpflege (BAGFW) kooperierenden Verbänden den Anstoß für ein Projekt gegeben, dass mehr Transparenz über die Leistungen und die Qualität von Pflegeeinrichtungen herstellt als dies jetzt z. B. der „Pflege-TÜV“ kann.

Die Projektidee wurde von den Bundesministerien für Gesundheit (BMG) und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aufgenommen. Die Ergebnisse des von den beiden Ministerien geförderten Projektes liegen seit 2011 vor, eine Umsetzung scheitert bisher an den Pflegekassen. Einzelne Träger der Freien Wohlfahrtpflege haben daher mit der freiwilligen Umsetzung begonnen.

„Solche Konzepte sind wirkungsvoller als der Ruf nach mehr Kontrolle, wie ihn jetzt auch T.I. in der Studie fordert“, erklärt Döcker. „Pflegeeinrichtungen werden bereits jährlich unangemeldet geprüft und zwar von mehreren Institutionen, wie den Medizinischen Diensten, den Heimaufsichten u. v. a.“ Aufgrund der verschiedenen Zuständigkeiten für die Prüfbehörden bei Bund und Ländern sind hier jedoch bisher alle entsprechenden Versuche nach mehr Transparenz gescheitert.

Auch im Bereich der rechtlichen Betreuung sind die Möglichkeiten für Betrug und Korruption vielfältig. Hier fordert T.I. eine stärkere Kontrolle und zusätzliche Personalressourcen. Berufsbetreuer und berufsbetreuerbezogene Fakten sollen bei den Amtsgerichten zentral erfasst werden, zudem sollen Berufsbetreuer nach dem Verpflichtungsgesetz verpflichtet werden.

Advertisements

Aktionen

Information




%d Bloggern gefällt das: