Bildungspaket – Schulsozialarbeit darf nicht aufgegeben werden

23 03 2013

Berlin. „Auch wenn der Bundesrat heute positive Gesetzesänderungen in Bezug auf das Bildungspaket verabschiedet, wird völlig übersehen, dass derzeit vielerorts ein Herzstück des Bildungs- und Teilhabepaketes geopfert wird – die Schulsozialarbeiter werden still und leise  abgeschafft“,  kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler und ergänzt: „Durch den gesellschaftlichen Wandel,  die Zunahme von Schülern mit Migrationshintergrund, aber auch das vermehrte Auftreten von gewalttätigen Konflikten in der Schule nimmt die Bedeutung von Schulsozialarbeit immer weiter zu. Die Schulsozialarbeit darf nicht aufgegeben, sondern muss fest etabliert werden“, fordert Stadler. Sie leiste einen immens wichtigen Beitrag für das chancengerechte Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen. „Die AWO fordert die Bundesregierung dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und die Fortführung der Schulsozialarbeit dauerhaft bundesweit abzusichern“, betont Stadler.

Verantwortung müssten aber auch die Länder und Kommunen übernehmen. Nur auf fehlende Mittel zu verweisen, reiche nicht aus. Bund, Länder und Kommunen sollten gemeinsam eine Lösung finden, um nach Auslaufen der bisherigen Förderung des Bundes Ende 2013, die Schulsozialarbeit auf Dauer sicherzustellen.

Zum Hintergrund: Bund und Länder hatten sich im Februar 2011 im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets darauf verständigt, dass der Bund den Kommunen von 2011 bis 2013 zusätzliche Mittel in Höhe von 400 Millionen Euro pro Jahr u. a. für die Schulsozialarbeit zur Verfügung stellt.

 

 

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