Familiengipfel – Von Vereinbarkeit noch weit entfernt

13 03 2013

Berlin. „Bei solchen Treffen wird immer eine Menge angekündigt und versprochen. Wir hoffen, dass den vielen warmen Worten auch Taten folgen, denn von einer echten Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wir noch weit entfernt“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich des heutigen Familiengipfels zu dem das Bundesfamilienministerium eingeladen hat und sogar die Bundeskanzlerin erscheinen wird. „Es fehlen vor allem eine gute Ganztagskinderbetreuung für Kita- und Schulkinder und flexible Arbeitszeitmodelle. Dazu gehört auch der Rechtsanspruch auf die Rückkehr in eine Vollzeitstelle für Eltern, die aufgrund von Kindererziehung ihre Arbeitszeit verkürzt haben“, erklärt Stadler.

Mit diesem Rechtsanspruch würden Politik und Unternehmen endlich die verantwortungsvolle Aufgabe der Kindererziehung anerkennen, denn für viele Frauen bedeutet die Zeit von Geburt und Kindererziehung ein Bruch in der Karriere.  Er würde zudem den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz, der ab August 2013 gilt, sinnvoll ergänzen, denn noch viel zu häufig müssten Eltern eine berufliche Auszeit nehmen, weil sie entweder überhaupt keine gute oder aber keine Kinderbetreuung fänden, die eine Vollzeittätigkeit ermögliche. „Der Rechtsanspruch darf nicht am Widerstand der FDP scheitern“, betont Stadler angesichts der Tatsache, dass sich SPD, Gründe und CDU für einen solchen Anspruch aussprechen. „Es ist an der Zeit, die Familienpolitik an den realen Bedürfnissen der Familien auszurichten“, erklärt Stadler abschließend.

 

Die AWO setzt sich mit ihrer Kampagne „jetzt schlägt´s 13“ für mehr Kita-Plätze bei hoher Betreuungsqualität ein.

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