Familienpolitische Leistungen verfehlen reale Familienbedürfnisse

5 02 2013

Berlin. „Eine schallende Ohrfeige, die aber niemanden mehr überraschen konnte“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende die bekannt gewordenen Ergebnisse eines Zwischenberichtes einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie zur Wirksamkeit familienpolitischer Leistungen und ergänzt: „Es ist offensichtlich, dass es nicht an Geld, sondern am politischen Willen fehlt, die familienpolitischen Realitäten des 21. Jahrhunderts anzuerkennen und dementsprechende Unterstützungsleistungen anzubieten“, kritisiert Stadler die schwarz-gelbe Familienpolitik und nennt hier vor allem den „jahrzehntelang verschleppten Kita-Ausbau“ als Negativbeispiel.

Im Rahmen des Gutachtens würden besonders das Betreuungsgeld und das kinderunabhängige Ehegattensplitting als familienpolitisch kontraproduktiv eingestuft. Eltern benötigen finanzielle Unterstützung, die sie befähigt ihre Familie und ihren Beruf miteinander in Einklang zu bringen. „Das Betreuungsgeld ist nicht nur ideologisch rückwärtsgewandt, es hemmt den dringend benötigten Betreuungsausbau und damit gesellschaftliche Teilhabe für Kinder und Eltern. Familien brauchen eine verlässliche Betreuungsinfrastruktur in Form von Kitas, Kindertagespflege und Ganztagsschulangeboten“, betont Stadler.

Auf ihrer Bundeskonferenz im November 2012 fasste die AWO weitreichende familienpolitische Beschlüsse, die sich für die Abschaffung des Ehegattensplittings ebenso einsetzen wie für einen qualitativen und quantitativen Ausbau von Betreuungsangeboten.

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