Ausbau der Kinderbetreuung bleibt das Ziel

20 09 2012

Das ist leider eine beunruhigende Nachricht zum heutigen Weltkindertag“, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der Einlassungen kommunaler Spitzenvertreter, wonach der geplante Betreuungsplatzausbau für Kinder unter drei Jahren bis 2013 schon jetzt für unrealistisch erklärt wird.

„Das in diesem Zusammenhang angedachte ‚Platzsharing‘ stimmt dabei sehr nachdenklich, ist es doch organisatorisch wie pädagogisch mehr als heikel“, betont Stadler. „Kitas brauchen Planungssicherheit und Kinder brauchen feste Bezugspersonen. Dies aber funktioniert schlicht und einfach nicht im ‚Schichtdienst‘“.

Das Kita-Personal stehe schon jetzt vor erheblichen Anforderungen im Alltag. Wenn ihnen jetzt „auch noch die pädagogische Arbeit mit wechselnden Kindergruppen zugemutet werden soll, erhöhen wir die Anforderungen unnötig und machen den Beruf damit sicher nicht attraktiver“, gibt Stadler zu bedenken.

„Der Hilferuf der Kommunen ist ernst nehmen, aber dennoch muss der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz U3 ab August 2013 weiter das Ziel bleiben“, so Wolfgang Stadler. „Uns allen muss Kindertagespflege etwas wert sein. Diese gibt es nicht zum Nulltarif und schon gar nicht auf Kosten von Qualität“, betont der AWO Bundesvorsitzende.

Nötig seien endlich finanzielle Rahmenbedingungen für eine verlässliches Qualität und mehr Angebote in der Kindertagespflege. Dabei dürften die Kommunen mit ihren Problemen nicht alleingelassen werden. Vielleicht lohnt ein Blick nach Nordrhein-Westfalen. Hier habe das Land erhebliche zusätzliche Mittel für den Betreuungsausbau zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Thema Ausbau U3 unter kita-kampagne.awo.org


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