AWO fordert leistungsorientierte Vergütung für Kindertagespflege

28 08 2012

Berlin, 28. August 2012. „Eine qualitativ hochwertige Betreuung von Kindern muss der Gesellschaft mehr wert sein“, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der gestern von Prof. Dr. Stefan Sell in Hannover vorgestellten Ergebnisse einer ersten bundesweiten Studie zu den Geldleistungen für Kindertagespflegepersonen, die eine inakzeptabel niedrige Vergütung feststellte. „Die Kindertagespflege ist ein anspruchs- und verantwortungsvoller Beruf für den wir eine leistungsorientierte Vergütung benötigen, die mit einer grundsätzlich verbesserten Finanzierung des Systems Kindertagespflege einhergehen muss. Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab 2013 umsetzen zu können, brauchen wir finanzielle Rahmenbedingungen für eine verlässliches Qualität und mehr Angebote in Kindertagespflege“, betont Stadler.

Die Studie zeigt zudem eine erhebliche Verunsicherung in den Kommunen und eine kaum überschaubare Vielfalt an Regelungen für die Kindertagespflege. Nicht hinnehmbar sei zudem, dass einige der öffentlichen Träger ihrer gesetzlich festgeschriebenen Pflicht, sich an den Sozialversicherungsbeiträgen für Kindertagespflegepersonen zu beteiligen, nicht nachkommen. Die von Prof. Sell vorgestellten Vergütungsmodelle müssten nun diskutiert und vor allem noch hinsichtlich der Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention überprüft werden, denn so Stadler: „Der Vorrang des Kindeswohls ist auch in diesem Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen.“

 

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