SONDERMELDUNG: „Tag der AWO Südwest“ am kommenden Samstag, 23. Juni 2012, im Weltkulturerbe Völklingen wird abgesagt!

19 06 2012

Der Pressesprecher der AWO Saarland hat der AWO Rheinland soeben im Auftrag des AWO Landesgeschäftsführers Saarland, Herrn Karl Fischer, die Beweggründe zur Absage des AWO Festes am kommenden Samstag mitgeteilt:
„Bislang noch nicht eindeutig geklärte Vorfälle in einem unserer Seniorenzentren haben uns dazu veranlasst, am Montag Vormittag bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen zwei sofort vom Dienst suspendierte Altenpfleger Anzeige zu erstatten und die Staatsanwaltschaft um strafrechtliche Ermittlungen zu bitten. Die Vorfälle erscheinen uns derzeit derart so gravierend, dass wir das für Samstag vorgesehene Fest der AWO Südwest in Völklingen absagen mussten.
Näheres soll am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.“

Quelle: AWO Rheinland

UPDATE:

AWO Saar erstattete Strafanzeige gegen zwei ehemalige Altenpfleger des Seniorenheims in Elversberg – Landesvorsitzender Quirin: „Schockierende Vorkommnisse müssen rückhaltlos aufgeklärt werden“ 
Die AWO Saarland hat am Montag, 18. Juni 2012, bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Strafanzeige gegen zwei Altenpfleger wegen des Verdachts der Begehung einer erheblichen Anzahl von Straftaten zum Nachteil von Bewohnern ihres Altenheims in Elversberg erstattet und um die Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten gebeten. Anlass hierzu waren gravierende Vorfälle, die eine Woche zuvor von der zuständigen Heimleitung an die Geschäftsführung gemeldet wurden und in deren Mittepunkt die Beschuldigten stehen. Diese waren sofort vom Dienst suspendiert worden und haben Hausverbot in allen AWO-Einrichtungen.
Über den Inhalt der Strafanzeige und den aktuellen Stand der Erkenntnisse informierten in einer kurzfristig vom AWO-Landesverband einberufenen Pressekonferenz am Dienstag, 19. Juni 2012, der im Auftrag der AWO tätige Rechtsanwalt Klaus John, Landesvorsitzender Paul Quirin und Landesgeschäftsführer Karl Fischer. Landesvorsitzender Quirin kündigte an, die betroffene Station umgehend unter neue Leitung zu stellen und mit externen Fachkräften zu ergänzen. Den Opfern stellte er eine Entschädigung in Aussicht, sobald sich die Vorwürfe gegen die Beschuldigten im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen erhärten und sich schuldhaftes Handeln erweisen sollte.
Quirin: „Die AWO ist geschockt von den jetzt zu Tage getretenen Vorkommnissen“. Sie sei bereit, alles Mögliche für die Aufklärung augenscheinlich schrecklicher Geschehnisse zu tun und die Staatsanwaltschaft in allen ihren Ermittlungen zu unterstützen. Die AWO Saarland müsse befürchten, dass Menschen auf Grund der bislang noch nicht eindeutig geklärten Vorfälle, bei denen der Verdacht auf Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen, unterlassene Hilfeleistung, Diebstahl und Unterschlagung sowie Verstöße gegen das BTM-Gesetz und weitere schwerwiegende Delikte im Raume stehen, zu Schaden gekommen sind.
„Zu unserem großen Bedauern sind in Elversberg Menschen, die uns zur Pflege anvertraut wurden, offenbar Menschen mit krimineller Energie in die Hände gefallen, die ich eigentlich nur als menschenverachtende Psychopathen bezeichnen kann“, betonte Quirin. Alles Weitere liege jedoch nun zunächst in den Händen der Staatsanwaltschaft.
Das für Samstag, 23. Juni, von der AWO Saarland als Ausrichter geplante Fest der AWO Südwest wurde abgesagt. Quirin: „Zuerst geht es jetzt um Mitgefühl mit den Geschädigten und um rückhaltlose Aufklärung. Darüber hinaus ist die Basis der Arbeit in allen unseren Altenheimen Vertrauen, und dieses gilt es für das betroffene Heim baldmöglichst wieder herzustellen“.

Quelle: http://www.awo-saarland.de/index.php?id=48&tx_ttnews[tt_news]=607&cHash=f5b5da3c414e6ead87ce15e1b1e654e9

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