Betreuungsgeld und die Mär von der Wahlfreiheit

14 06 2012

Berlin, 14. Juni 2013. „Die AWO appelliert an die Vernunft der Regierungsabgeordneten, bei der morgigen Abstimmung im Bundestag ihrem Gewissen zu folgen und nicht dem Fraktionszwang“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. „Die AWO hält es grundsätzlich für falsch, wenn der Staat dafür zahlt, dass öffentliche Angebote nicht angenommen werden“, erklärt Stadler und fügt hinzu: „Das Argument der Wahlfreiheit ist nur vorgeschoben, denn die ist erst dann gegeben, wenn für jedes Kind ein qualitativ hochwertiger Betreuungsplatz zur Verfügung steht und davon ist man noch meilenweit entfernt.“

Selbst nach Angaben der Bundesregierung fehlen noch 230.000 Plätze. Im Gegensatz zum Betreuungsgeld gibt es für einen Betreuungsplatz ab dem nächsten Jahr einen Rechtsanspruch. „Jenseits des quantitativen Bedarfs, muss vor allem die Qualität der Angebote gewährleistet werden. Eine Kita Gruppe ist nicht beliebig erweiterbar ohne das die Qualität darunter leidet. Vor allem wird qualifiziertes Personal benötigt und das kostet Geld“, betont Stadler und ergänzt: „deshalb sollte die Bundesregierung die für das Betreuungsgeld geplanten Mittel in den Kita-Ausbau stecken und zwar bis der Bedarf überall gedeckt ist“, erklärt Stadler. Abgesehen davon, gebe es unzählige weitere Gründe gegen das Betreuungsgeld zu stimmen, was vielen Regierungsmitgliedern durchaus bewusst zu sein scheint. „Wenn selbst die eigenen Frauen und Männer nur unter Drohung und Zwang dazu gebracht werden können, für ein Gesetz zu stimmen, dann ist damit etwas grundsätzlich nicht in Ordnung“, betont der AWO Bundesvorsitzende Stadler abschließend.

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