Arbeit des Expertenkreises Antisemitismus sichern

23 01 2012

Berlin, 23. Januar 2012. „Die AWO begrüßt, dass der unabhängige Expertenkreis Antisemitismus heute im Deutschen Bundestag die Ergebnisse seiner dreijährigen Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt hat“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker und fordert, die Ergebnisse und Empfehlungen der Experten ernst zu nehmen. „Die präventive Arbeit gegen Antisemitismus und Rassismus in der Gesellschaft muss eine dauerhafte Aufgabe sein. Das bedeutet auch und gerade, die Finanzierung der wichtigen Arbeit vor Ort auf solide Beine zu stellen“, betont Döcker und kritisiert die unsichere Zukunft des Expertenkreises: „Die Arbeit des Expertenkreises muss gesichert werden“.

Problematisch sei, dass viele Förderprogramme des Bundes in diesem Bereich nur auf Projektarbeit mit kurzfristiger Finanzierung beschränkt seien. „Antisemitische und rassistische Stereotype können aber nicht in zwei bis drei Jahren effektiv bekämpft werden“, erklärt Döcker. Nötig sei hierfür eine verlässliche und nachhaltige Politik. Antisemitismus komme in allen Teilen der Gesellschaft vor und könne nicht nur am rechten Rand oder in bestimmten sozialen Milieus verortet werden „Daher benötigen wir eine langfristige Gesamtstrategie gegen solche menschenverachtenden Einstellungen, die die gesamte Gesellschaft in den Blick nimmt“, fordert Döcker abschließend.

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