Ablehnung der Frauenquote unverständlich

2 12 2011

Berlin, 02. Dezember 2011. „Nur eine gesetzliche Quote, deren Nichteinhaltung sanktioniert werden kann, bringt Unternehmen dazu, sich verstärkt um Frauen in Führungspositionen zu bemühen“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler die heutige Ablehnung der Anträge der Grünen und der SPD im Bundestag. Beide forderten die Einführung einer verbindlichen Quote von Frauen in Führungspositionen in Höhe von 40 Prozent, was die Mitglieder der Regierungskoalition aber ablehnten. Unverständlich, wie Stadler findet, denn: „Vereinbarungen, die auf Freiwilligkeit basieren, haben bisher leider keine nennenswerten Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung gebracht.“

Auch wenn eine Quote kein Allheilmittel sei, bringe sie doch eine klare Zielvorgabe, deren Erreichung regelmäßig überprüft werden könnte. Eine Quote zwinge  Arbeitgeber dazu, ihre Arbeitsbedingungen für Frauen attraktiver zu gestalten. „Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wäre das ein riesiger Fortschritt“, ist Stadler sicher. Erfahrungen aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Norwegen hätten gezeigt, dass erst eine verbindliche Quote mit entsprechenden Sanktionen Wirkung zeige. Dort wären die Kritiker mittlerweile verstummt.

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