Betreuungsgeld: Kuhhandel auf Kosten der Kinder

30 11 2011

Berlin, 29. November 2011. „Das Betreuungsgeld widerspricht allen Bildungs- und Integrationszielen, wird vom allergrößten Teil der Bevölkerung abgelehnt und kostet den Steuerzahler Milliarden. Es nur aus parteipolitischem Kalkül einzuführen,  bedeutet einen Kuhhandel auf Kosten der Kleinsten abzuschließen“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der für  morgen geplanten Beratungen zum Thema Betreuungsgeld. Auch die Frage, ob zukünftig die Erziehungszeit bei der Rente berücksichtigt werde oder nicht, mache das Betreuungsgeld nicht richtiger. Stadler fordert stattdessen  „die eingeplanten Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung zu nutzen“.

Untersuchungen zeigten immer wieder, dass gerade die frühen Jahre von Kindern entscheidend sind für ihren späteren Lebensweg und, dass sich eine frühe Förderung, gerade auch von benachteiligten Kindern, positiv auswirkt. Je früher die Förderung einsetze, desto höher ist die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe für die Kinder, das gelte ganz besonders für die Sprache. Der Kindergarten bzw. die Krippe ist der ideale Ort für den spielerischen Spracherwerb.  Deshalb müsse es „oberste Priorität sein, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige ab 2013 zu erhalten und durchzusetzen. Davon dürfen wir nicht abrücken“, erklärt Stadler.

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