8,4 Millionen wünschen sich mehr Arbeit

11 11 2011

Berlin, 10. November 2011. „Wenn trotz Rekordzahlen auf dem Arbeitsmarkt 8,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren sich Arbeit oder mehr Arbeitsstunden wünschen, ist ein arbeitsmarktpolitischer Kurswechsel notwendig“, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen. „Der Ausbau des Minijobbereichs war ein Fehler. Viele Menschen wünschen sich mehr Arbeit, damit sie davon leben können“, erklärt Stadler und fügt hinzu: „Die Politik muss die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen unterstützen und den Niedriglohnbereich stärker begrenzen.“

Obwohl die Zahl des so genannten ungenutzten Arbeitskräftepotenzials im Vergleich zum Vorjahr leicht sank (-3,7 Prozent), erhöhte sich die Zahl derjenigen, die gerne mehr Stunden arbeiten möchten, um 134 000 Personen. Insgesamt wollen 4,3 Millionen Berufstätige zusätzliche Arbeitsstunden leisten. „Gerade in Zeiten des immer stärker werdenden Fachkräftemangels stellt diese hohe Zahl eine absolute Verschwendung von Potential dar“, betont Stadler. Zudem kämen auf die vielen geringfügig beschäftigten Menschen auch in Zukunft große Probleme zu:  „Wer heute kein existenzsicherndes Einkommen hat, wird später auch keine Rente erhalten, die zum Leben reicht“, so Stadler.

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