Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation ungenügend

4 11 2011

Berlin, 04. November 2011. „Das Gesetz bringt keine wirklichen Fortschritte, nach wie vor werden die Potentiale vieler Menschen ungenutzt bleiben“, kritisiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen durch den Bundesrat. „Damit wird eine wichtige Möglichkeit zur Anerkennung und somit zur Gewinnung von Fachkräften vertan“, erklärt Döcker.

Dafür hätten beispielsweise bundesweit zentrale Beratungsstellen für die Betroffenen eingerichtet werden müssen, die diese durch das bürokratische Dickicht führen könnten. Darüber hinaus fehle eine Regelung zur Finanzierung von notwendigen Anpassungsqualifikationen, die sich viele Betroffene selbst nicht leisten könnten. Da das System der deutschen Berufsausbildung in vielen Ländern unbekannt sei, hätte man zudem Regelungen finden müssen, um nichtformale bzw. nicht zertifizierbare Qualifikationen anerkennen  zu können. „In seiner jetzigen Form wird das Gesetz seine erwünschte Wirkung nicht entfalten können“, erklärt Döcker.

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