77 Prozent wollen höheren Spitzensteuersatz für Besserverdienende

5 09 2011

Aktuelle Umfrage des AWO Sozialbarometers

Berlin, 05. September 2011. 77 Prozent der befragten Bürger sind laut aktuellem AWO Sozialbarometer dafür, dass der Spitzensteuersatz für Besserverdienende erhöht wird, um die Handlungsfähigkeit des Staates zu gewährleisten. Aufgabe der Politik ist es, den Staat finanziell so auszustatten, dass er handlungsfähig ist und seinen Aufgaben nachkommen kann. „Dabei ist auch ein gerechtes Steuersystem bedeutsam“, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. „Ein höherer Steuersatz kann nicht nur für mehr Steuereinnahmen, sondern auch für mehr soziale Gerechtigkeit und damit einen stärkeren Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sorgen“, betont Stadler.

Denn: „Alles was der Bundesregierung angesichts riesiger Haushaltslöcher bisher eingefallen ist, sind massive Ausgabenkürzungen im Sozialbereich. Davon sind vor allem jene getroffen, die eh kaum wissen, wie sie ihren Alltag menschenwürdig gestalten sollen.“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende. Die Menschen hätten jedoch ein gutes Gespür dafür, wenn es nicht gerecht zugehe. „Sie verstehen nicht, wenn Milliardensummen für Bankenrettungen aufgebracht, aber gleichzeitig Kürzungen im Sozialbereich vorgenommen werden, um diese Milliardensummen gegen zu finanzieren.“

*Die AWO fragte 1.000 Menschen: Würden Sie eine Erhöhung der Steuern für Besserverdienenden befürworten oder ablehnen, wenn die zusätzlichen Steuereinnahmen dafür genutzt werden, den Staat finanziell handlungsfähiger zu machen?

Die Studie wird von TNS-Infratest durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org

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