AWO Ortsverein Montabaur zieht positive Bilanz

22 05 2013

Zur Jahreshauptversammlung hatte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ortsverein Montabaur ins Lokal El – Rancho (Tennishalle) in Montabaur geladen. Herzlich begrüßte die Versammlung und der Vorsitzende Lothar Elsner den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Westerwälder AWO Joachim Jösch sowie den Geschäftsführer des Kreisverbandes Thorsten Siefert. Der Ortsvereinsvorsitzende zog in seinem Bericht eine positive Bilanz in der Sozialtätigkeit des Verbandes im Jahr 2012. Die “WUNDERTÜTEN Aktion für Montabaur” für die Grundschule Joseph Kehrein in Montabaur ist ein Erfolg. Durch Spenden werden benachteiligten Kindern bei der Beschaffung von schulischen Dingen geholfen, die sonst nicht finanziert werden könnten. Elsner bedankte sich bei Verbandsgemeinde Bürgermeister Edmund Schaaf, Stadtbürgermeister Klaus Mies den Landtagsabgeordneten  Tanja Machalet und Gabi Wieland für die Unterstützung der WUNDERTÜTEN  Aktion. Positiv sei, führte Elsner in seinem Bericht weiter aus, dass die Zusammenarbeit mit der Rhein-Zeitung in Zusammnenhang mit ” Helft uns Leben/ Nachbar in Not” gut funktioniere. Für die Aktion ermittelt die AWO Helfer, um Not leidende Familien und Alleinerziehende mit Kindern zu unterstützen. ” Nachbar in Not” stellt das Budget zur Verfügung und die AWO kümmert sich um die Logistik.

Eine rege Diskussion fand statt nach einem medialen Vortrag vom Verkehrsexperte Herbert Ploch über neue Verkehrsregeln sowie den Bußgeldkatalog.

Als nächsten Punkt stand auf der Tagesordnung, Ehrungen für langjährige Mitglieder. Für 30 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurden Uli Schmidt, Ali Kücükoba und Lothar Elsner geehrt. Christa Stendebach ist 25 Jahre im Verein, Sie erhielten Ehrennadel und Urkunde. Mit Urkunde wurden, Marlene Wilhelm, Manfred Wilhelm, Hilde Krull und Martina Schaar für 15 Jahre im Verein geehrt. Die Ehrungen wurden vom Kreisvorsitzendem Jösch der AWO durchgeführt.

Einen besonderen Dank sprach Elsner den ehrenamtlichen Mitgliedern aus, ohne deren Unterstützung und tatkräftigen Mitarbeit könnten die Aufgaben eines Wohlfahrtsverein nicht bewältigt werden.

JHV OV Montabaur 2013

Von links nach rechts: Uli Schmidt, Christa Stendebach, Joachim Jösch, Marlene Wilhelm, Lothar Elsner, Ali Kücükoba, Manfred Wilhelm, es fehlen Hilde Krull und Martina Schaar.





AWO Bundesverband e.V. Tagung: Sozialpolitik vor Ort stärken

15 05 2013

Berlin, 15. Mai 2013. „Uns als AWO bewegt die Frage, wie künftig vor Ort die  Daseinsvorsorge gesichert werden kann“, erklärte der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler anlässlich der Tagung „Kommunale Sozialpolitik“, die am 28. Mai vom AWO Bundesverband und der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt in Berlin veranstaltet wird. „Unsere Kommunen stehen vor gravierenden Herausforderungen: Bezahlbarer Wohnraum in Ballungsgebieten, steigende Energiekosten, zunehmende Altersarmut und demografische Veränderungen, Fachkräftemangel in sozialen Berufen und noch einiges mehr. Wir wollen die Kommunen dabei unterstützen, diese Probleme zu bewältigen“, betont Stadler.

Dass einige Kommunen momentan Überschüsse erwirtschaften, ist für Stadler kein Grund zum Feiern: „Dadurch werden die Unterschiede zwischen den reichen Kommunen, die investieren können und den armen Kommunen, bei denen sich die Probleme ballen, noch verschärft.“ Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeige die grundsätzliche Tendenz des staatlichen Rückzugs. Das Nettovermögen des Staates ist danach seit 2007 um rund 800 Mrd. Euro gesunken – ein Ergebnis der Privatisierungen der letzten Jahrzehnte. „Die staatlichen Investitionen, gerade im sozialen Bereich, sind seit Jahren zu niedrig und gehen insgesamt weiter zurück“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende.

Leidtragende wären die Menschen in ihrem Sozialraum. Deshalb seien die Kommen auch die Orte, wo die Probleme gelöst werden müssten. Die AWO fordert daher, die Kommunen durch ein Maßnahmenbündel unmittelbar besser zu stellen. Dazu gehöre unter anderem der Umbau der Gewerbesteuer zu einer kommunalen Wirtschaftssteuer sowie dauerhafte Beteiligungen des Bundes an weiteren Sozialausgaben, z.B. durch eine Erhöhung des Bundesanteils an den Kosten der Unterkunft, beim Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie den Hilfen für Erziehung für Kinder und Jugendliche.

„Letztlich bekommen wir die Probleme vor Ort jedoch nur gemeinsam gelöst“, ist sich Stadler sicher. Die Freie Wohlfahrtspflege steht den Kommunen mit ihren vielen Angeboten als Partnerin zur Seite. Gemeinsam Probleme und Lösungsansätze zu diskutieren, ist das Anliegen der Tagung „Kommunale Sozialpolitik“, die am 28. Mai in Berlin stattfindet.  Zu der von AWO und der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt gemeinsam organisierten Tagung werden zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und Praxis erwartet. Noch sind einige Plätze verfügbar.

Zur Anmeldung:

http://www.awo-informationsservice.org/index.php?id=519&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4880&cHash=3ae118c1e7f21d243aeea62138481117





Alle Familien als Fundament und Leistungsträger der Gesellschaft fördern

14 05 2013

Berlin, 14. Mai 2013. Anlässlich des morgigen Internationalen Tages der Familie fordert die AWO, verstärkt den Blick auf die Lebensrealitäten und Bedürfnisse aller Familien und Kindern zu lenken. „Eine moderne Familienpolitik kann nicht nur eine Familienform bevorzugen und fördern, sondern muss sich der heutigen Vielfalt von Familien stellen“, betont der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler und ergänzt: „Der Begriff Familienfreundlichkeit muss mit konkreten Inhalten und Maßnahmen gefüllt werden.“

Familienpolitische Maßnahmen sollten aus Sicht der AWO dazu beitragen, dass die Entscheidung für Kinder für Eltern kein Armutsrisiko mehr darstellt. Geeignete Maßnahmen müssten nachhaltig die Bildungschancen aller Kinder verbessern, sowie eine bessere Vereinbarkeit von Kinderbetreuung, Pflege und Beruf für Mütter und Väter ermöglichen. „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Sie leisten viel für unser Land, deshalb  verdienen sie jede mögliche Unterstützung in allen gesellschaftlichen Bereichen“, betont der AWO Bundesvorsitzende.

Für die AWO ist Familie überall dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken. Mit diesem breiten Familienbegriff würdigt die AWO die Heterogenität familialer Lebensformen, den Wandel der Geschlechterverhältnisse und der Generationenbeziehungen sowie die sich daraus ergebenden vielfältigen Bedürfnisse von Familien und Kindern.





Betreuungsgeldergänzungsgesetz: Kinder haben nichts davon

13 05 2013

Berlin, 13. Mai 2013. Zur heutigen öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum so genannten Betreuungsgeldergänzungsgesetz erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler: „Die beste Investition von Staat und Eltern in Kinder ist die Investition in frühkindliche Bildung, wie sie in jedem Kindergarten mit hoher Betreuungsqualität, tagtäglich erbracht wird. Das Betreuungsgeldergänzungsgesetz lehnt die AWO ab, weil hiermit das Fernhalten der Kinder aus der Bildungseinrichtung Kita noch höher prämiert wird, als es das Betreuungsgeld ohnehin schon tut.
Die Ergänzungsprämie nützt nur wohlhabenden Familien und der Versicherungswirtschaft. Das Argument, dass hiervon auch Hartz-IV-Bezieher profitieren können, verfängt nicht, da die Kinder- und Jugendämter weder zur Information, noch zur Unterstützung der Antragsberechtigten für den erheblichen bürokratischen Aufwand verpflichtet werden. Zudem darf bezweifelt werden, dass es sich viele Hartz-IV-Empfänger nach Auslaufen der Förderungsdauer von zwei Jahren leisten können, diese Versicherung für ihre Kinder weiter zu finanzieren. Eine Rentenversicherung, die aber über 60 Jahre brach liegt, nützt nur der Versicherungswirtschaft.
Das Betreuungsgeld hält Kinder von der Kita fern. Besonders Kinder aus fremdsprachigen und bildungsfernen Haushalten profitieren von einem Kitabesuch, da sie dort die deutsche Sprache erlernen, die ihnen später eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglicht. Deshalb plädiert die AWO für die Abschaffung des Betreuungsgeldes und fordert, diese Mittel in einen qualitativ hochwertigen Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren.“





Internationaler Tag der Pflege – Beschäftigte würdigen

10 05 2013

Berlin, 10. Mai 2013. Der diesjährige Internationale Tag der Pflege am 12. Mai steht unter dem Motto „Die Gesundheitslücken schließen“.  „An diesem Tag sollten insbesondere die Menschen im Fokus stehen, die in der Pflege beschäftigt sind, sei es nun in Heimen, Krankenhäusern oder auch bei den Betroffenen zu Hause, “ fordert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker und ergänzt: „Die Bevölkerung schätzt die Pflegenden sehr, aber deren Arbeitsalltag ist seit Jahren von chronischer Überlastung, hohem Zeitdruck und geringer Autonomie geprägt. Will man mehr Menschen für die Pflegeberufe gewinnen, muss man genau an diesen Stellschrauben drehen.“

Allein in der Altenhilfe sind fast eine Million Menschen beschäftigt. Sie alle müssen vielfach den Spagat zwischen den eigenen hohen Ansprüchen an ihre Arbeit und der Realität im Alltag aushalten. „Der  Kostendruck im Pflege- und Gesundheitsbereich darf nicht länger auf die Beschäftigten abgewälzt werden“, betont Döcker. Stattdessen benötige man attraktivere Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und bessere Unterstützungsleistungen und Anerkennung für pflegende Angehörige. Dazu sei es auch notwendig, die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege zu stärken. Die Einführung einer solidarischen Finanzierung über die Bürgerversicherung würde diese Weiterentwicklung umsetzbar machen.

Der Internationale Tag der Pflege erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Vorreiterin der modernen Krankenpflege. Das Motto für diesen Tag legt in jedem Jahr der ICN, International Council of Nurses, fest.





Berufsbildungsbericht 2013 – AWO fordert die 1,4 Millionen jungen Menschen ohne Berufsabschluss zu fördern

8 05 2013

Berlin. „Die hohe Zahl an unbesetzten Ausbildungsstellen verschleiert die Tatsache, dass es derzeit 1,4 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss gibt, für die dringendst geeignete Ausbildungsstellen angeboten werden müssen“, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler angesichts bekannt gewordener Zahlen aus dem Berufsbildungsbericht 2013, der heute vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Demnach ist eine Rekordzahl von Lehrstellen unbesetzt. „Die AWO fordert das Recht auf Ausbildung für alle. Die demografische Entwicklung muss zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit genutzt werden“, betont Stadler.

Der Rekordzahl an unbesetzten Lehrstellen stehen knapp 273. 000 Jugendliche in der Bundesrepublik gegenüber, die in Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit „geparkt“ sind und deshalb nicht als Ausbildungssuchende gezählt werden. „Sie anzusprechen, ihnen Mut für eine Ausbildung zu machen ist eine gesellschaftliche Herausforderung für alle Arbeitgeber und Ausbildungsstätten. Es gilt attraktive Berufsperspektiven zu schaffen, die Qualität der Ausbildung zu verbessern aber auch die Arbeitsbedingungen in vielen Ausbildungsberufen spürbar anzuheben“, betont der AWO Bundesvorsitzende.

Der zunehmende Wettbewerb um Nachwuchskräfte stärke zwar die Position und Auswahlmöglichkeiten der Ausbildungsbewerber – allerdings nur jener, die das Bildungssystem bereits erfolgreich durchlaufen haben. „Diese Entwicklung geht an all jenen jungen Menschen vorbei, die als bedingt ausbildungsreif in den vielen Maßnahmen des Übergangsbereichs festsitzen. Sie angemessener und nachhaltiger zu qualifizieren und zu begleiten, ist eine Herausforderung, die endlich offensiv von allen Seiten angegangen werden muss“, erklärt Stadler abschließend.





Jugend in Deutschland ist verunsichert

7 05 2013

Aktuelles AWO Sozialbarometer zum Thema zukünftige finanzielle Unsicherheit Jugendlicher

76 Prozent der Bürger sehen laut aktuellem AWO Sozialbarometer eine unsichere Zukunft für Kinder und Jugendliche in Deutschland. „Es ist leider keine gute Nachricht“, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler, „stimmt aber auch mit anderen Untersuchungen überein, wonach künftige Generationen viel stärker mit finanzieller Unsicherheit umgehen müssen als ihre Elterngeneration“.

Umso bedeutsamer sei es, mit diesen Erkenntnissen, vor allem die heutige Kinder- und Jugendarmut massiv zu bekämpfen, kraftvolle Investitionen in Bildung zu tätigen, um „künftige Unsicherheiten, Ausgrenzungen und Armut nachfolgender Generationen zu verhindern“, fordert Stadler. „Wir wissen es schon lange: Armut und soziale Unsicherheiten werden von Generation zu Generation weitergereicht.“ Ganz wichtig sei es deshalb, die Zugänge für alle Kinder und Jugendlichen zu Bildung – unabhängig von ihrer Herkunft und des Geldbeutels der Eltern – zu ermöglichen. „Man kann es gar nicht oft genug betonen, aber Bildung ist und bleibt der Schlüssel für ein Aufwachsen im Wohlergehen und eine sichere Zukunft der jungen Menschen“, betont Stadler. Umso widersinniger sei etwa die Einführung des Betreuungsgeldes, dessen Mittel beim Kitaausbau fehlten oder das sogenannte Bildungspaket, das für viele Betroffene eine Farce sei und die Ungleichheit in Bildungsfragen sicher nicht beseitigt habe.

Die AWO fordert, das Bildungspaket durch Investitionen in die Kinder- und Jugendhilfe zu ersetzen. Nur dann kommt die Unterstützung tatsächlich bei denen an, die sie am nötigsten brauchen. Als erste Sofortmaßnahme sollten die 2012 nicht verwendeten Mittel in Schulsozialarbeiterstellen zu investieren. Die Finanzierung dieser erfolgreichen Maßnahme des Bildungspaketes würde sonst zum Jahresende auslaufen.

TNS Infratest fragte für das AWO Sozialbarometer 1.006 Personen: Im Folgenden geht es um die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen. Würden Sie sagen, dass das Leben der heutigen Kinder und Jugendlichen in finanzieller Hinsicht sicherer oder unsicherer sein wird, als das Leben der jetzigen Erwachsenengeneration?

Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org








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